Aus Würzburg stammen Zerre, welche laut einer kleinen Recherche bereits zwischen 2012 – 2017 aktiv waren, damals scheinbar noch eher im Hardcore Punk unterwegs. Nach der Reunion 2022 entschied man sich, ihr Glück eher im Thrash zu suchen, allerdings nicht ganz ohne alternative Einflüsse. So beschreibt das Label den Sound als Mischung zwischen Metallica, Exodus und Faith No More, wobei ich auch Harcore Elemente raushöre.
Die Songs sind fast durchwegs im Eilzugtempo unterwegs und werden nur für kurze Sequenzen gebremst. Der fiese Keifgesang von Nico Ziska sorgt für eine düstere Atmosphäre, dürfte aber auch Geschmackssache sein und nicht jeden Hörnerv treffen. Die Produktion vermag ebenso zu überzeugen, wie Nackenbrecher vom Stil «Pigs Will Be Pigs», «Concrete Hell» oder «Tin God». Auffallend ist dabei die hervorragende Gitarrenarbeit von Dominik Bertelt und Rocco Lepore, die sich phasenweise in einer Weise duellieren, dass man nur den Hut ziehen kann. Auch Drummer Bast Spahn überzeugt auf ganzer Linie, weshalb ich Zerre insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen kann.
Natürlich sollte man Crossover Thrash
auch etwas abgewinnen können, den dieses Genre bedienen die Deutschen mit viel Enthusiasmus.


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