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Diablo - Icaros



Release Info: 2008 - Sakara - Full Length
Band Info: Finnland - 1999 - Death Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Trail Of Kings
2. Living Dead Superstar
3. Bad Sign
4. Resign From Life
5. Icaros
6. Light Of The End
7. Chagrin
8. Through Difficulties To Defeat
9. Hammer
10. Into The Sea

Diablo, einst bekannt als Diablo Brothers, erregten meine Aufmerksamkeit mit ihrem Album „Eternium“. Es war ein wahres Kraftpaket, groovig und gleichzeitig melodisch. Nicht unbedingt genial oder revolutionär, aber einer dieser simplen, aber leckeren Leckerbissen, die man immer wieder hören kann. Der Stil lässt sich am besten als Mischung aus frühen Metallica, den Nicht-Nu-Metal-Alben von Machine Head und Pantera der „Vulgar“-Ära mit einer Prise skandinavischem Melodic Death Metal beschreiben. Später erschien „Mimic 47“. Dieses Album war etwas unausgewogen und hatte leicht mehr Core-Einflüsse, wurde aber durch seine Eingängigkeit und einige echte Perlen gerettet, wie die Hymne „DOA“, die ein ganzes Stadion zum Toben bringen konnte, als wäre es „Master of Puppets“.

Ich ging mit skeptischer Vorsicht an das neue Album heran. Würde sich herausstellen, dass Diablo den Core-Doom-Weg einschlagen würden und würde ich beim Abspielen etwas Ähnliches wie – Gott bewahre – „Supercharger“ hören? Auf keinen Fall! Diablo haben sich selbst übertroffen. Sie setzen nicht nur auf eingängige Melodien und Grooves, sondern haben ihrem Songwriting ordentlich Wumms gegeben und sich in Sachen Vielfalt und Energie deutlich gesteigert. Das Album beginnt mit einem gemütlichen, langsamen Intro, doch sobald die Riffs einsetzen, wird sofort klar: Hier geht es richtig zur Sache. Der Sound ist voller und kraftvoller als auf „Mimic“. Die groovige Basis, getragen von der gewaltigen Rhythmusgitarre, dem druckvollen und präzisen Schlagzeug und dem prominenten Bass (unbedingt gute Kopfhörer verwenden, um das volle Potenzial auszuschöpfen!), lässt einen nicht mehr los, während die Leadgitarre geniale, eingängige Melodien einwebt.

Sänger Rainer steht im Mittelpunkt der Songs; seine rauen Schreie klingen wirklich aggressiv und nicht wie der blasse Schatten der Wut, den viele ähnliche Bands bieten. Sein klarer Gesang wirkt geheimnisvoll und vermittelt eine Ruhe vor dem Sturm. Diablo haben den sparsamen Einsatz von weiblichem Gesang komplett aufgegeben. Eine gute Wahl, denn sie würden größtenteils von dem ohrenbetäubenden Lärm ablenken, der einem unaufhörlich in die Weichteile knallt. „Trail of Kings“ gehört von Anfang an zu den Highlights: rasante Riffs, grandiose Soli und ein fast schon hysterischer, mehrstimmiger Refrain. Die Single „Icaros“ klingt gleichermaßen klagend und unerbittlich, mit einem weiteren sehr einprägsamen Refrain. Doch das absolute Highlight des Albums ist „Resign from Life“. Hier passt alles zusammen: ein mitreißender Groove, unglaublich eingängige Melodien, Rainers rauer Gesang, der wahrhaft schmerzvoll und wütend klingt – all das verschmilzt zu einem unglaublichen Songrausch. Diablo haben Finnland bisher kaum verlassen, doch im Land der tausend Seen haben sie es geschafft, die Charts zu stürmen. Diese Anerkennung verdienen sie auch außerhalb ihrer Heimat, denn obwohl sie das Genre nicht neu erfinden, ist ihre Musik eingängig und reißt den Hörer unaufhaltsam mit. (METAL ARCHIVES)



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