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Groza - The Redemptive End



Release Info: 2021 - AOP - Full Length
Band Info: Deutschland - 2016 - Black Metal
Bewertung: 8     


Songs:

1. Sunken In Styx - Part 1: Submersion
2. Sunken In Styx - Part 2: Descent
3. Elegancy Of Iron
4. The Redemptive End
5. Nil
6. Homewards

„Gute Künstler kopieren, große Künstler stehlen.“ Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, aber ich weiß, dass sich das über die Jahre in verschiedenen Kunstbereichen immer wieder bewahrheitet hat. Zunächst einmal sollten wir mal außer Acht lassen, dass Groza nicht verbergen, dass sie Mgla imitieren. Daher ist es wohl sinnlos, über die offensichtlichen Ähnlichkeiten zwischen den beiden zu sprechen. Ich verstehe auch nicht, warum manche Leute denken, das sei ein Grund, ihre eigene Musik zu ignorieren. Deshalb finde ich es ungerechtfertigt, dass die Band für ihr erstes Album drei Nullen und für ihr neues Album bereits eine Null bekommen hat. Subjektiv betrachtet ist dieses Album ein wichtiger Schritt für Groza als Band. Von hier aus kann es nur noch bergauf gehen, aber ich wäre nicht überrascht, wenn dieses Album Jahre später immer noch ihr Meisterwerk sein wird, denn ich denke, es ist eine wunderschöne Liebeserklärung an Mgla und diesen neuen Black-Metal-Sound.

Da ich die Band nur etwa zwei Wochen nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums live gesehen habe, hatte ich die Gelegenheit, das Album etwa ein Dutzend Mal zu hören. Ich muss sagen, dass die Energie auf der Bühne sogar noch die übertraf, die ich beim ersten Hören des Albums empfunden hatte. Die Band versteht ihr Handwerk. Natürlich war das Songwriting auf diesem Album deutlich besser als auf dem Vorgänger. Die Schönheit des Songwritings liegt in der Art und Weise, wie sie die Riffs mit den harmonischen und melodischen Aufbauten verbinden, sodass man den Song ohne jegliche Wiederholungen bis zum Ende mitnimmt. Viele der Songs sind traditionell aufgebaut: Strophe, Pre-Chorus, Refrain, zweite Strophe usw. Die Songs sind im Durchschnitt acht Minuten lang, aber man spürt, dass jeder Teil perfekt an seinen Platz passt. Die Wiederholungen der Riffs reichen völlig aus, um die musikalische Botschaft zu vermitteln. Es ist progressiver und hat melodischere Motive, die unkompliziert und – ich wage es zu sagen – eingängig sind und mitunter richtig groovig werden, wodurch man sich viel natürlicher damit identifizieren kann. Vom Sound her würde ich sagen, er ist „intensiv genug“ und gut produziert. Rückblickend auf das ursprüngliche Zitat der Rezension und aus all diesen Gründen sowie wegen dieses fantastischen Albums kann man wohl sagen, dass Groza einfach eine großartige Band ist, die nur kopiert. (METAL ARCHIVES)


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