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Kataplexia - Supreme Authority



Release Info: 2008 - Xtreem -  Full Length
Band Info: El Salvador - 2003 - Death Metal
Bewertung: 7          


Songs:

1. Life Under Earth
2. Unpredictable Spiritualism
3. Sight Of The Anonymous Identities
4. Endless Suffering
5. Inexplicable Extinction
6. Circle Of Sickness
7. Supreme Authority
8. ...The Unknown
9. The Unknown's Conquest

Das Plattenlabel Xtreem Music preist Kataplexias drittes Album als „…geradlinigen, aggressiven und altmodischen Brutal Death Metal“. „Geradlinig“?! Okay, wenn sie damit „kein Schwulen-Drama“ meinen, dann passt das, glaubt mir! Aber wenn sie „ohne Wendungen“ im Sinne von „rockig“ meinen, dann ist das völlig daneben! Kataplexia ist das Projekt von Sänger Rodrigo „Fatality“ Artiga, der früher auch Bass und Schlagzeug spielte.

Okay, Kataplexia machen es nicht wie Origin, aber hier gibt es mehr Wendungen als auf einer Busfahrt zum Berggipfel. Bei Kataplexia ging es schon immer um Geschwindigkeit, unterbrochen von langsameren und groovigen Passagen (aber ohne Slam-Parts). Kataplexia spielen ständig am Rande des Chaos und gleiten manchmal hinein. Manchmal fällt es ihnen schwer, einprägsame Songs zu schreiben, aber es gibt einen triftigeren Grund für die chaotischen Passagen: Tief gestimmte Gitarren gehen in den schnelleren Parts unter dem lauten Schlagzeug und auch unter dem Gesang unter. Das Spiel ist schneller und präziser, der Sound brutaler (verdammt, diese Gitarren sind der Wahnsinn!), und die Atmosphäre düsterer als zuvor. Es klingt voller, aber wie gesagt, nicht sehr ausgewogen. Ich meine, zeitweise einen Bass zu hören… Während die früheren Kataplexia-Alben blutrünstig waren (siehe Cover und Songtitel), ist dieses Album finsterer, geheimnisvoller (siehe wieder die fantastischen Cover und Songtitel), aber es thematisiert auch gesellschaftliche Themen. Trotzdem klingt Kataplexia nach wie vor nach nordamerikanischem Death Metal. In meinen Rezensionen der älteren Kataplexia-Werke habe ich bereits einige Bands genannt, und dieses Mal muss ich sie erneut erwähnen, denn Kataplexia bewegen sich irgendwo zwischen Suffocation und Dying Fetus. Der Gesang ist das übliche Geknurre mit einer Mischung aus Frosch- und Schweinegeschrei, was mir ehrlich gesagt nicht besonders gefällt. Ich schätze die Wucht, die Kataplexia entfesseln kann, und wie sie sich mit dem chaotischen Songwriting zu einem verwirrenden, nicht-linearen Hörerlebnis verwebt.

Diese drei Südamerikaner (genauer gesagt aus Brasilien und El Salvador) und ihr finnischer Mitstreiter (diesmal sitzt Timo Häkkinen, Schlagzeuger von Sotajumala/Funeris Nocturnum, am Schlagzeug und bearbeitet es verdammt gut, wobei er eine enorme Bandbreite an Beats präsentiert!) können ordentlich loslegen, aber es gibt nicht viele Ohrwürmer auf diesem Album. Wer es chaotisch mag, sollte sich unbedingt „Supreme Authority“ anhören! Das wird euch lange begeistern. (METAL ARCHIVES)



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