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Nile - In The Darkened Shrines



Release Info: 2002 - Relapse -  Full Length
Band Info: USA - 1993 - Death Metal
Bewertung: 7,5         


Songs:

1. The Blessed Dead
2. Execration Text
3. Sacophagus
4. Kheftiu Asar Butchiu
5. Unas, Slayer Of The Gods
6. Churning The Maelstrom
7. I Whisper In The Ear Of The Dead
8. Wind Of Horus
9. In Their Darkened Shrines (Part I: Hall Of Saurian Entombment)
10. In Their Darkened Shrines (Part II: Invocation To Seditious Heresy)
11. In Their Darkened Shrines (Part III: Destruction Of The Temple Of The Enemies Of Ra)
12. In Their Darkened Shrines (Part IV: Ruins)

Zweifellos ein unterschätzter Klassiker der Band, den sich jeder Death-Metal-Fan nicht entgehen lassen sollte. Natürlich brachte „Annihilation Of The Wicked“ der Band die verdiente Aufmerksamkeit ein, ganz zu schweigen vom Debütalbum, auf dem sie sich von ihrer brutalsten und rohsten Seite zeigten. Doch dieses Album demonstriert bei Weitem alle einzigartigen Elemente der Band in ihrer vollen Pracht. Innerhalb ihrer Diskografie waren sie hier wohl am stärksten und tightesten, was Songwriting und Intensität angeht. Auch die Mischung aus schnellen und langsamen Elementen, die den Großteil von Niles Musik ausmacht, ist hier einfach perfekt und kommt voll zur Geltung. Die etwas dünne Produktion mag anfangs gewöhnungsbedürftig sein und ein wenig zu wünschen übrig lassen, aber was soll's. Kein Grund zur Sorge, und letztendlich ist es für das, was es ist, ziemlich gut. Und am Ende zählt die Musik. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Man könnte nun behaupten, dass sich in Niles Diskografie kaum etwas verändert hat, doch dem muss ich widersprechen. Die Veränderungen waren zwar subtil, aber definitiv vorhanden. Mit dieser Veröffentlichung haben sie ihren Platz in der Death-Metal-Geschichte endgültig als eine der Top-Bands des Genres gefestigt und dem Death Metal – insbesondere zum Zeitpunkt der Veröffentlichung – etwas Neues und Erfrischendes hinzugefügt. „The Blessed Dead“ ist ein brillanter Albumstart mit richtig fetten Riffs, und das Intro von „Execration Text“ bietet einige der rasantesten Riff-Geschwindigkeiten, die ich seit Langem im Death Metal gehört habe. „Wind Of Hours“ und „Churning The Maelstrom“ bieten den typischen Nile-Sound mit der brachialen Brutalität, für die wir sie alle kennen. Und natürlich „Sarcophagus“ (was für ein verdammt geiler Mittelteil!), „Unas Slayer Of The Gods“ und nicht zu vergessen der göttliche, 19-minütige Titeltrack (der sich fast wie der beste antike Kriegsmarsch der Geschichte anhört, Atmosphäre aus jeder Pore saugt und mit irrer Drum-Dynamik und fantastischen Melodien aufwartet). Er ist so ziemlich der Inbegriff epischer Death-Metal-Finesse, mit super-eingängigen Riffs obendrein. Wundert euch nicht, wenn ihr nach ein paar Durchläufen die Melodien mitsummt. An alle Puristen, die die angeblich idiotische Tatsache belächeln, dass Death Metal episch sein kann: Öffnet endlich eure Augen und hört euch die Songs an, ihr Idioten! Selbst „I Whisper In The Year Of The Dead“ hat gegen Ende eine wirklich mystische und ätherische Aura. Sie können sicher sein, dass die epische Wucht der beiden zuvor genannten Songs und ihr makelloses Songwriting etwas sind, worum die meisten anderen Bands sie beneiden würden. George Kollais spielt am Schlagzeug in absoluter Höchstform, und die Gitarren bieten eine unglaubliche Vielfalt. Einfach großartig. Aber Vielfalt war für Nile noch nie ein Problem.

Letztendlich hat jeder Fan seine eigenen Lieblingsalben, und obwohl ich mich meistens zwischen diesem Album und „Those Whom The Gods Detest“ hin und her pendele, wenn ich Nile höre – auch ihre anderen Alben tauchen hin und wieder auf –, muss ich sagen, dass dieses Album, was die Frühphase der Band angeht, zu den absoluten Klassikern des Genres gehört. Die meisten Fans schwärmen für ihr bahnbrechendes Album „Annihilation Of The Wicked“ von 2005, aber ich persönlich kann mit Stolz behaupten, dass dieses unterschätzte Juwel um Längen besser ist. So viele generische Death-Metal-Alben bieten kaum Abwechslung und verschwimmen am Ende zu einer gesichtslosen Masse ähnlicher Songs, aber dieses Album ist ein wahres Death-Metal-Paradies voller abwechslungsreicher Leckerbissen. Egal, ob du ein eingefleischter Nile-Fan oder nur ein Gelegenheits-Death-Metal-Fan bist, hol dir dieses Album unbedingt und du wirst genau verstehen, wovon ich spreche. (METAL ARCHIVES)
Nile - Photo

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