Release Info: 2005 - Ledo Takas - Full Length
Band Info: Litauen - 1992 - Viking Metal
Bewertung: 8
Bewertung: 8
1. Paskutine Akimirka
2. Devyniargis
3. Is Kartos I Karta
4. Pergale
5. Griausmavaldys
6. Audronasa
7. Burtai
8. Pirmyn
9. Suminti Juodi Takai
Die litauischen Heidentum-Metaller Obtest greifen mit ihrem dritten Studioalbum an. Die Band wurde 1992 gegründet, inspiriert von der damals neuen zweiten Welle des Black Metal. Doch der gute alte Heavy Metal war die erste Faszination der Jungs für extreme Musik. „Iš kartos į kartą“ gilt als Obtests bisher heavy-metal-lastigstes Werk. Die Black-Metal-Wurzeln sind deutlich hörbar. Kältere Klänge werden oft von epischen Heavy-Metal-Melodien begleitet, und mitunter heben die fulminanten Gitarrensoli die epische Atmosphäre in ungeahnte Höhen. Die Kompositionen des Albums sind jedoch durchgehend kurz und knackig und erreichen nie die Sechs-Minuten-Marke.
Obtest treten in ihrer Standardbesetzung auf: Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Band präsentiert sich energiegeladen und angriffslustig. Die Songs sind schnell, nur gegen Ende lockert die Band das Tempo etwas auf. Das Zusammenspiel ist tight, die Gitarren sind allgegenwärtig, ebenso wie das Schlagzeug. Er liefert fast durchgehend Doublebass- oder Blastbeat-Attacken, schafft es aber, die Beats mit kleinen Kniffen aufzupeppen. Bei den ersten Durchläufen wirkte das Album etwas eintönig, doch schon bald begannen die energiegeladene Attitüde der Band und die kleinen Variationen in den Songs, mich heimtückisch zu fesseln. Trotzdem fühle ich mich manchmal etwas betäubt, wenn ich das ganze Album am Stück höre. Hinzu kommt, dass mir diese epischen und erhabenen „paganen“ Melodien teilweise recht bekannt vorkommen, beispielsweise von thüringischen Bands. Manche Melodik erinnert an Iron Maiden; die vielen Gitarrenharmonien sind eine Hommage an den Heavy Metal vergangener Zeiten. Trotz dieser Merkmale klingt Obtest so unerbittlich, dass sie ihren Metal mit voller Wucht präsentieren. Und es gibt keine Flöten, keine Chorgesänge – die größten Klischees des heutigen Pagan Metal.
Klanglich ist das Album gelungen. Der Sound hat einen nostalgischen Touch, aber auch die nötige moderne Wucht. Die Rhythmusgitarre hat zwar Biss, aber auch einen basslastigen Sound, der den Klang etwas matschig wirken lässt. Ich meine, da unten auch verzerrte Bässe zu hören. Ansonsten gibt es klanglich keine wirklichen Probleme. Der Gesang ist eine Mischung aus rauem Klargesang und Schreien mit einer gewissen Melodieorientierung. Die litauische Sprache klingt in meinen finnischen Ohren exotisch und angenehm. Die Veröffentlichung enthält die englischen Übersetzungen der Texte und des Prologs sowie wunderschöne Bilder aus der litauischen Natur. Die Themen kreisen um die Weitergabe von Generation zu Generation oder eine lange Reise in die Vergangenheit und umfassen heidnische Götter, Kriege usw.
„Iš Kartos Į Kartą“ ist mein erstes Obtest-Album, aber ganz sicher nicht mein letztes. Das Album mag etwas minimalistisch sein, aber wenn es so unterhaltsam ist, spielt das keine Rolle. Das ist auf jeden Fall ein verdammt guter, energiegeladener War-Metal-Angriff!!!
Obtest treten in ihrer Standardbesetzung auf: Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Band präsentiert sich energiegeladen und angriffslustig. Die Songs sind schnell, nur gegen Ende lockert die Band das Tempo etwas auf. Das Zusammenspiel ist tight, die Gitarren sind allgegenwärtig, ebenso wie das Schlagzeug. Er liefert fast durchgehend Doublebass- oder Blastbeat-Attacken, schafft es aber, die Beats mit kleinen Kniffen aufzupeppen. Bei den ersten Durchläufen wirkte das Album etwas eintönig, doch schon bald begannen die energiegeladene Attitüde der Band und die kleinen Variationen in den Songs, mich heimtückisch zu fesseln. Trotzdem fühle ich mich manchmal etwas betäubt, wenn ich das ganze Album am Stück höre. Hinzu kommt, dass mir diese epischen und erhabenen „paganen“ Melodien teilweise recht bekannt vorkommen, beispielsweise von thüringischen Bands. Manche Melodik erinnert an Iron Maiden; die vielen Gitarrenharmonien sind eine Hommage an den Heavy Metal vergangener Zeiten. Trotz dieser Merkmale klingt Obtest so unerbittlich, dass sie ihren Metal mit voller Wucht präsentieren. Und es gibt keine Flöten, keine Chorgesänge – die größten Klischees des heutigen Pagan Metal.
Klanglich ist das Album gelungen. Der Sound hat einen nostalgischen Touch, aber auch die nötige moderne Wucht. Die Rhythmusgitarre hat zwar Biss, aber auch einen basslastigen Sound, der den Klang etwas matschig wirken lässt. Ich meine, da unten auch verzerrte Bässe zu hören. Ansonsten gibt es klanglich keine wirklichen Probleme. Der Gesang ist eine Mischung aus rauem Klargesang und Schreien mit einer gewissen Melodieorientierung. Die litauische Sprache klingt in meinen finnischen Ohren exotisch und angenehm. Die Veröffentlichung enthält die englischen Übersetzungen der Texte und des Prologs sowie wunderschöne Bilder aus der litauischen Natur. Die Themen kreisen um die Weitergabe von Generation zu Generation oder eine lange Reise in die Vergangenheit und umfassen heidnische Götter, Kriege usw.
„Iš Kartos Į Kartą“ ist mein erstes Obtest-Album, aber ganz sicher nicht mein letztes. Das Album mag etwas minimalistisch sein, aber wenn es so unterhaltsam ist, spielt das keine Rolle. Das ist auf jeden Fall ein verdammt guter, energiegeladener War-Metal-Angriff!!!


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen