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Exxul - Sealed Into None



Release Info: 2026 - TSO -  Full Length
Band Info: Kanada - 2024 - Doom Metal
Bewertung: 8,5           


Songs:

1. Bells Of The Exxul
2. Blighted Deity
3. Walls Of Endless Darkness
4. Labyrinthe Fate
5. The Screaming Tower

Aus demselben filmischen Universum, das uns letztes Jahr unter anderem Zeicrydeus' fulminantes Debüt bescherte, entspringt auch das erste Album von Exxûl, das eine weitere coole Genremischung bietet. Nach dem anschwellenden Horror-Synth und der verzerrten Stimme von „Bells Of The Exxûl“ präsentiert sich der Kern von „Sealed Into None“ als epischer Metal, durchzogen von Doom-, Power- und Black-Metal-Elementen, die ihm eine theatralische und zugleich entfesselte Aura verleihen. Seine geheimnisvolle Aura erinnert an eine Mischung aus Candlemass, Cirith Ungol und Brocas Helm und klingt wie eine abgedrehte Antwort auf Bands wie Crypt Sermon, Stygian Crown und Professor Emeritus.

Getreu diesem Anspruch ist das musikalische Können durchweg exzentrisch und exzentrisch. Dies zeigt sich besonders im Gesang, der aufgrund der unerbittlichen Falsettgesänge à la Crimson Glorys „Midnight“ zweifellos Geschmackssache ist, obwohl er durchaus in tiefere Gesangspassagen und raue Schreie übergehen kann. Diese Rauheit wird besonders durch die Rhythmusgruppe vermittelt, die sich einige Tricks von ihren Schwesterprojekten zunutze macht: Der Bass umspielt die Gitarren mit seinem geschmeidigen Charme, während das Schlagzeug mit langsamen, schweren Echos die hallende Atmosphäre perfekt unterstreicht.

Die vier Albumtracks zeichnen sich durch komplexe Strukturen und lange Laufzeiten von mindestens acht Minuten aus, sodass das Songwriting mitunter etwas überwältigend sein kann. „Blighted Deity“ führt die verschiedenen Elemente auf eine fast klaustrophobische Weise ein: Der dramatische Aufbau wird von klagenden, mitreißenden Refrains und einer aggressiven Bridge geprägt. Die letzten beiden Tracks wirken deutlich ruhiger; „Labyrinthine Fate“ bietet eine direktere Struktur und einen unheilvollen Refrain, der stark an Crypt Sermon erinnert. Der abschließende Song „The Screaming Tower“ ist ebenfalls lobenswert und wirkt dank tieferem Gesang, coolem Bassspiel und einem methodischen Tempo, das dem Song etwas mehr Raum zum Atmen lässt, überraschend gut in seinen vierzehn Minuten.

Insgesamt bietet Exxûl mit „Sealed Into None“ besonders speziellen epischen Doom. Obwohl ich mir wünschen würde, dass sich manche Gesangslinien etwas zurücknehmen oder das Songwriting etwas weniger komplex wäre, scheint die Band genau zu wissen, was sie will. Es ist zweifellos ein Geschmack, an den man sich erst gewöhnen muss, aber gerade diese Unorthodoxie hebt die Band hervor, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Sie trifft zwar nicht ganz den Nerv der Metal-Nerds wie Zeicrydeus, aber ich bin mir sicher, dass sie richtig Potenzial hat, wenn ich mich erst einmal daran gewöhnt habe. (METAL ARCHIVES)



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