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Runaways, The - And Now...The Runaways



Release Info: 1978 - Mercury - Full Length
Band Info: USA - 1975 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Saturday Night Special
2. Eight Days A Week
3. Mama Weer All Crazee Now
4. I'm A Million
5. Right Now
6. Takeover
7. My Buddy & Me
8. Little Lost Girls
9. Black Leather

Mit ihrem vierten und letzten Studioalbum "And Now... The Runaways" lieferte die legendäre All-Female-Rockband im Jahr 1978 ein finales Dokument ihres musikalischen Schaffens ab, das bereits im Schatten der bevorstehenden Auflösung stand. Nach dem Ausstieg von Cherie Currie und Jackie Fox agierte die Band hier als Quartett, wobei Joan Jett den Hauptgesang übernahm und der Sound sich deutlich weg vom rohen Punk-Einschlag hin zu einem polierteren Hard-Rock- und Heavy-Metal-Stil entwickelte.

Die Platte besticht durch eine interessante Mischung aus Eigenkompositionen und markanten Coverversionen, wobei insbesondere der Opener "Black Leather" (geschrieben von Sex-Pistols-Mitgliedern) die neue, härtere Kante der Band unterstreicht. Tracks wie "I'm a Million" oder das treibende "Take Over" zeigen die technische Reife von Lead-Gitarristin Lita Ford, deren Einfluss auf diesem Album deutlich prominenter hervorsticht als auf den Vorgängern. Trotz der internen Spannungen, die letztlich zur Trennung führten, wirkt das Songwriting auf Stücken wie "Mama Weer All Crazee Now" (ein Slade-Cover) druckvoll und zeigt die Band als eine Einheit, die ihren Platz im Rock-Olymp lautstark einforderte.

Insgesamt ist "And Now... The Runaways" ein bittersüßer Schwanengesang, der den Übergang von der Teen-Sensation zur ernstzunehmenden Rock-Institution markierte. Auch wenn es kommerziell nicht an den Erfolg des Debüts anknüpfen konnte, bleibt es ein essenzielles Album für Fans, da es bereits die stilistischen Wege ebnete, die Jett und Ford in ihren späteren Solokarrieren so erfolgreich beschreiten sollten.



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