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Sylosis - Conclusion Of An Age



Release Info: 2026 - Nuclear Blast -  Full Length
Band Info: England - 2000 - Thrash Metal
Bewertung: 7     


Songs:

1. Desolate Seas
2. After Lifeless Years
3. The Blackest Skyline
4. Transcendence
5. Reflections Through Fire
6. Conclusion Of An Age
7. Swallow The World
8. Teras
9. Withered
10. Last Remaining Light
11. Stained Humanity
12. Oath Of Silence

Als ich die Band zum ersten Mal auf ihrer MySpace-Seite entdeckte und die Songs „Conclusion of an Age“ und „Teras“ hörte, war ich total aus dem Häuschen. Endlich hatte ich eine moderne Thrash-Metal-Band gefunden, die nicht einfach nur eine Möchtegern-Metalcore-Band war und auch nicht einfach nur Slayer kopierte. Ich war von den beiden Songs restlos begeistert. Auf ihrer Seite bezeichneten sie sich selbst als „epischen Thrash Metal“, was ich damals durchaus nachvollziehen konnte. Sie erwähnten auch einen Hauch von Melodie in ihrem Sound, was mich zunächst etwas skeptisch machte, aber ich ignorierte es einfach.

Als ich dann das Album bekam, war ich vom ersten Song „Desolate Seas“ sofort begeistert. Er hatte ein galoppierendes, perkussives Eröffnungsriff mit einem wirklich einzigartigen Rhythmus und war nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Triolen, wie es bei vielen anderen Bands üblich ist. Während des Songs dachte ich: „Das wird ein großartiges Album“, aber kaum hatte ich das gedacht, passierte es: ein belangloser melodischer Break mit emo-artigem Klargesang. Ich dachte, es wäre nur der erste von mehreren, aber es passierte immer öfter. Das gesamte Album folgte demselben Schema: hart, sanft, sanft, hart, hart, sanft usw. Die einzige wirkliche Erleichterung bot „Conclusion of an Age“, aber da war ich einfach zu wütend, um weiterzuhören. Ich rührte es eine Weile nicht mehr an; ich war sauer, dass ich schon wieder eine Metalcore-Band entdeckt hatte, die sich als Thrash ausgab. Später musste ich meine Meinung revidieren.

Irgendetwas überzeugte mich, es mir noch einmal anzuhören, und plötzlich sah ich alles in einem anderen Licht. Die melodischen Parts (so lahm sie auch waren) waren tatsächlich musikalisch gut umgesetzt, und die Leadgitarren-Parts waren herausragend. Die harten Parts waren ebenfalls gut und originell und tatsächlich „thrashig“. Die melodischen Parts verliehen jedem Song Tiefe und ließen die Band ihr Können erkennen. Manche Melodien klangen episch, wie in „Swallow the World“, andere wiederum einfach nur lahm, wie in „Transcendence“. Die melodischen Parts verorten die Band eher im Melodic Death Metal als im Metalcore, da sie für Metalcore-Bands zu originell und technisch sind. Auch das Fehlen von Breakdowns unterstreicht dies. Ich persönlich finde, dass diese Band eher ins Thrash/Melodic Death Metal-Genre passt als rein in den Melodic Death Metal.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es kein schlechtes Album ist. Alle Bandmitglieder beherrschen ihre Instrumente, aber der Leadgitarrist ist definitiv der musikalisch begabteste. Die Produktion ist ziemlich gut, alles ist laut und klar, aber es gibt einige Stellen, an denen der Bass so laut ist, dass er selbst die besten Lautsprecher bei mittlerer Lautstärke übersteuert. Für ein Debütalbum ist es großartig, keine Frage. Ich wünsche mir nur, dass sie die melodischen Parts etwas zurücknehmen (nicht ganz weglassen) und den Emo-Gesang reduzieren. Wenn du modernen Metal absolut hasst und schon beim Gedanken an Melodie zusammenzucken musst, dann meide dieses Album lieber. Aber wenn du bereit bist, modernem Metal eine Chance zu geben und mal etwas Originelles hören willst, dann solltest du dir das Album anhören. (METAL ARCHIVES)



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