1. Hordes Of Bats
Da will es jemand wissen. Die mexikanischen Phantom haben erst letztes Jahr das zweite Album veröffentlicht und nun folgt bereits der Nachfolger. Ich habe die Band letztes Jahr am Keep It True gesehen, wobei sie mir auf der grossen Bühne eher etwas verloren wirkten. Diese Band gehört in die Clubs, da wird der thrashige Speed Metal seine Wirkung entfalten kann.
Mit „Not Midnight Yet“ liefert die Band erneut eine kraftvolle Hommage an den Old-School-Heavy-Metal ab. Die Scheibe besticht durch eine furiose Mischung aus rasantem Speed Metal und aggressivem Thrash Metal und bricht die typischen Genregrenzen immer wieder durch progressive Elemente auf. Songs wie „Hordes Of Bats“ setzen auf kompromisslose Geschwindigkeit, während das atmosphärische „Dracula's Curse“ oder das epische „The Pale Remains Of Time“ auch komplexe, düstere Midtempo-Strukturen und Orgelklänge einbinden.
Die rohe, ungeschliffene Produktion
verleiht dem rund 56 Minuten langen Werk den authentischen Charme der
1980er-Jahre, allerdings ist meiner Meinung nach hier schon Steigerungspotential
vorhanden Insgesamt ist „Not Midnight Yet“ das bislang vielseitigste und
ambitionierteste Album der Band, welches aber auch etwas zu lang geraten ist um
die Spannung permanent hoch zu halten.


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