Zusammen mit dem Backkatalog von Witching Hour veröffentlichen Dying Victims simultan die Alben der Italiener von Baphomet’s Blood. Wie der Titel schon verrät, handelt es sich hier um das zweite Werk, datiert im Jahr 2008.
Die Produktion ist roh, verwaschen und klingt exakt so, als wäre sie direkt einer verstaubten Kassetten-Demo von 1984 entsprungen. Das muss man mögen, aber es passt zum räudigen Charakter der Band. Sänger Necrovomiterror rotzt die Vocals mit einer derart rauen, heiseren Lemmy-Kilmister-Gedächtnisstimme heraus, dass man den Alkohol und den Zigarettenrauch förmlich riechen kann. Die Riffs sind simpel, aber extrem effektiv – purer, autenthische Speed Metal, der tief im Geist von ‘Overkill’ oder ‘Ace of Spades’ verwurzelt ist, aber mit der räudigen Bösartigkeit des frühen Black/Thrash der Marke Venom oder Bulldozer angereichert wurde.
Für Die-Hard-Fans von Underground-Speed-Metal, die ihre Musik am liebsten direkt aus dem tiefsten, biergetränkten Keller serviert bekommen, ist diese Scheibe ein absolutes Pflichtprogramm. Wer es glattpolierter mag, sollte davon aber die Finger lassen.


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