Was ich hier aber vermisse, ist die Leichtigkeit des Vorgängers. Das klingt alles prima produziert, auf hohem Niveau eingespielt, mit grossem Bombast angereichert und obwohl sich die Band Mühe gibt, für Abwechslung zu sorgen – zum Beispiel mit dem interessant aufgebauten «November’s Ode» - fehlt einfach das I-Pünktchen. Im Prinzip leiden Crusade of Bards etwas am Nightwish-Syndrom. Dessen beide letzten Alben lassen die früheren, unvergleichlichen Hymnen völlig vermissen, dafür versuchte sich die Bands in immer komplexeren, orchestral aufgeblasenen Arrangements.
So plätschert das Album auch beim
dritten, vierten Durchgang relativ emotionslos an einem vorbei, ohne das etwas
hängen bleibt. Das dritte Werk hat leider eher das Potential um im heimischen
Regal zu verstauben, als ein künftiger Klassiker des Genres zu werden.


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