1. Harbinger Of Afflictions - Prelude To Torments
Mit ihrem zweiten Full-Length-Album Metallic Torments fegen die französischen Speed-Metal-Besessenen von Iron Slaught jeglichen modernen Schnickschnack kompromisslos vom Tisch. Dabei präsentieren sie sich als geübte Angler, denn sie fischen erfolgreich in verschiedenen Teichen und holen dabei die leckersten Fische aus dem Power, Thrash, Heavy und Speed Metal.
Nach dem einleitenden Instrumental «Harbinger of Afflictions» bricht das Inferno mit «Ghastly Obsession» ungebremst los. Iron Slaught verharren nicht in purer Nostalgie, sondern verpassen dem klassischen Achtziger-Speed-Metal eine heftige Adrenalinspritze. Die Riffs sägen unbarmherzig, und die Rhythmusfraktion treibt die Songs im mörderischen Galopp nach vorne. Ein absolutes Highlight ist «The Executioner» – eine Speed-Granate vor dem Herrn, bei der man den Schweiß und das Leder förmlich riechen kann. Aber auch das grandiose «Soldier Of Fortune» lässt Speed Fans vor Entzückung die Repeat Taste drücken.
Besonders charmant: Die Band
verleugnet ihre Herkunft nicht und streut mit «Condamné pour l’Éternité» und «Charme
Funeste» zwei französischsprachige Tracks ein, die dem Album eine wunderbar
eigenwillige, fast schon kauzige Note verleihen. Wer auf ungeschminkten,
räudigen Speed Metal mit ordentlich Dreck unter den Fingernägeln steht, kommt
an diesem Gewitter nicht vorbei. Einen gewichtigen Mangel gibt es aber dann
doch noch: Das nächste Album bitte mit einem echten Drummer einspielen, danke!


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