1. Land In Sicht
Es ist erstaunlich, wie viele Metal Fans Bands wie Santiano, D’Artagnan oder Faun mögen. In dieselbe Kategorie fallen auch MYTHEMIA, welche auch auf ihrem vierten Album deutschsprachigen Folk Rock spielen. Mit „Wolkenjäger“ liefert die Band ein abwechslungsreiches Werk ab und beweist, dass tanzbare Leichtigkeit und druckvoller Rock kein Widerspruch sein müssen.
Die akustischen Elemente – allen
voran die treibende Geige – harmonieren hervorragend mit der kernigen
Rock-Basis. Tracks wie „Land in Sicht“ und „Wenn nicht jetzt?“ gehen sofort ins
Ohr, leben von eingängigen Melodien und laden mit ihren sehnsuchtsvollen
Aufbruchs-Themen direkt zum Mitsingen ein. Mit „Nachtgeläute“ beweisen Mythemia
dass es auch düsterer geht: Mit einer fast schon mystischen Geigenmelodie und
der Unterstützung eines Kinderchors wird hier eine dichte, packende Atmosphäre
heraufbeschworen. Ein gelungener Kontrast zum sonst eher beschwingten Ton des
Albums ist auch „Der Horizont Ist Bunt“ , welches für Toleranz und Vielfalt steht.
„Juwelenfieber“ ist dagegen ein purer Tanzflächen-Garant, inklusive einem
Ohrwurm-Geigensolo.
Wer auf deutschen Folk-Rock mit Tiefgang, packenden Geschichten und hohem Ohrwurm-Faktor steht, kommt an diesem Album definitiv nicht vorbei. Logisch, dass oben genannte Bands ebenso als Referenz dienen, wie In Extremo oder Subway To Sally.


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