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Ruthless - Curse Of The Beast



Release Info: 2026 - Fireflash - Full Length
Band Info: USA - 1982 - Heavy Metal
Bewertung: 8,5  


Songs:

1. The Blood Moon
2. Curse Of The Beast
3. Raging Violence
4. Berserker
5. Suffocating Fear
6. Blood Coalition
7. Sign Of The Cross
8. Prophecy Of Chaos
9. Killed By Fate
10. On Sands Of Hell
11. Hallowed Ground
12. Metal Gods

Wer an die glorreichen Pioniertage des US-Power-Metals der 1980er-Jahre denkt, dem schießen sofort Namen wie Metal Church, Armored Saint, Savatage oder Jag Panzer in den Kopf. Die Jungs von Ruthless aus Los Angeles gehörten damals mit ihrer EP «Metal Without Mercy» und dem Debüt «Discipline Of Steel» ebenfalls zu den vielversprechendsten Hoffnungsträgern. Nach einer jahrzehntelangen Pause beweist die Truppe um Gründungsmitglied und Sänger Sammy DeJohn seit ihrem Comeback Album 2015, eine erstaunliche Konstanz, welche sogar mit einem Auftritt am legendären Keep It True belohnt wurde. 

Mit „Curse of the Beast“ legen sie nun ein bärenstarkes, fünftes Album vor, das die alte Schule zelebriert, ohne verstaubt zu klingen.  Reiner, ungeschminkter US-Metal mit Schmackes. «Curse of the Beast» ist genau das Album geworden, das sich Old-School-Maniacs erhofft haben. Ruthless pfeifen auf moderne Core-Trends, Samples oder klinisch glatte Trigger-Drums. Stattdessen regiert hier die pure, rohe Energie des klassischen Metal. Das Fundament ist im klassischen Midtempo gehalten, während das Gitarren-Duo Glen Paul und David Servantez ein Riff-Feuerwerk abbrennt, welches an die traditionellen Twin-Guitar-Attacken von Judas Priest oder Accept erinnern.  Über allem thront Sammy DeJohn. Seine Reibeisenstimme hat im Laufe der Jahre nichts von ihrer Power verloren.

Das Album ist extrem homogen aufgebaut und leistet sich über die gesamte Spielzeit keine nennenswerten Durchhänger. Das atmosphärische Intro schürt wohlige Gruselstimmung, bevor der Titeltrack mit voller Wucht losbricht. Ein stampfendes Werwolf-Epos mit einem Refrain, der sich sofort im Hirn verankert.  «Berserker» ist ein schnörkelloser Nackenbrecher, der unmissverständlich nach vorne prescht und live für ordentlich Bewegung im Moshpit sorgen dürfte.  Das balladesk beginnende «Blood Coalition» weist feine Reminiszenzen an die New Wave of British Heavy Metal (NWOBHM) auf, mündet aber in einem ‘thrashigen’ Refrain. 

Zum Abschluss wagen sich Ruthless mit «Metal Gods» an das legendäre Judas-Priest-Original. Eine gelungene Hommage, die dem Klassiker gebührenden Respekt zollt, ihm aber durch den typischen Ruthless-Gitarrensound einen eigenen Anstrich verpasst.  Ehrlicher geht es kaum, auch wenn Ruthless das Rad auf «Curse of the Beast» wahrlich nicht neu erfinden– aber das müssen sie auch gar nicht. Das Album ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an den echten Metal der Achtziger, dargeboten mit der Abgeklärtheit einer Band, die weiss, wie man knackige Riffs und einprägsame Hooks schreibt. Wer auf schnörkellosen US-Metal mit ordentlich Dampf unter der Haube steht, wird an dieser Scheibe seine helle Freude haben.  

PS: Schande über mich: Wie ich die vorherige Scheibe «The Fallen» mit mickrigen sieben Punkten bewerten konnte, ist mir mittlerweile ein Rätsel.






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