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Live: Glacier im Dynamo



Glacier - Zodiak
Mittwoch 19.08.2026 - Dynamo, Zürich

Als ich an diesem heissen Mittwochabend in Richtung Dynamo lief, kam ich mir in der Tat wie ein Outsider vor. Gefühlt über hundert Badewillige waren waren vor dem Dynamo um ein Bad in der Limmat zu nehmen oder einfach nur ‘um gesehen zu werden’ herumsassen. Da kam ich in Metalshirt inklusive Kutte und passte somit nicht ganz dorthin. Aber mit der Zeit trudelten immer mehr Metalheads ein und nachdem ich dann auch den Eingang zum Werk 21 gefunden habe, stand einem Abend mit klassischem Metal nichts mehr im Weg. 

Zodiak

Wer den Namen noch nie gehört hat, braucht sich nicht zu schämen. Es handelt sich um eine blutjunge Band aus Zürich, welche dieses Jahr erst gegründet wurde und dessen Durchschnittsalter wohl um die 21 Jahren liegen dürfte. Mit «Warrior Of The Past» haben sie bereits ein Zwei Song Demo am Start, welches leider noch nicht in physischer Form erhältlich ist. Es war der zweite Live Auftritt und dementsprechend nervös war man auch. 

Während des Intros bemerkte Gitarrist Moritz, dass seine Gitarre nicht funktioniert und er auf die andere Axt zurückgreifen musste, weshalb nach dem Intro dann erst mal peinliche Stille herrschte. Doch das Quartett fand sofort in die Spur zurück und es war schon erstaunlich, wieviel Rückhalt die Band beim Publikum genoss. Auch wenn man live natürlich noch Steigerungspotential besitzt – vor allem was die Ansagen und die Agilität auf der Bühne angeht – gefiel das Songmaterial ausserordentlich. 

Sicher, die Band wandelt durchaus auch auf den Pfaden von Amethyst, besitzt aber genug Eigenständigkeit um nicht als plumpe Kopie beschimpft zu werden. Ich bin mächtig gespannt, wie es mit Zodiak weitergeht, denn das war schon wirklich vielversprechend. 

Setlist: «Intro» - «Burning Desire» - «Stand Tall» - «Interlude» - «Warrior Of The Past» - «Losing Control» - «The Reaper» - «Ride The Wind (Forever)»

 

Glacier

Wer Glacier’s Auftritt am Starlett Stock gesehen hat, weiss was jetzt kommen wird, denn obwohl die Band in den Achtzigern nur eine EP veröffentlicht hat, ist das Kultpotential enorm. Glacier betraten die Bühne im Werk 21 mit einer Energie, die spüren ließ, wie sehr sie für das Schweizer Publikum brannten. haben. 

Sänger Michael Podrybau’s Stimme zeigte sich in beeindruckender Form. Seine glasklaren High-Pitches und die kraftvollen Mid-Range-Vocals waren schlicht beindrucken. Eigentlich unglaublich, dass er eine solche Performance an den Tag legte, denn nach dem Konzert klang er sehr heiser. Doch auch der Rest der Band sprühte vor Spielfreude und das Zusammenspiel der beiden Gitarristen lieferte genau den zweistimmigen, melodischen Lead-Sound, den Fans an den Klassikern der Band so lieben. Kein Schnickschnack, sondern pure, unverfälschte Riff-Power. 

Die Band servierte ein perfekt balanciertes Set, das (fast) keine Wünsche offenließ. Der Fokus lag natürlich auf den legendären Klassikern, doch auch das neuere Material aus dem Comeback-Album «The Passing of Time" fügte sich nahtlos ein. Wobei ich meinen absoluten Favoriten «Valor» schmerzlich vermisst habe. Nach dem Konzert meinte Michael nur: «Auch wenn ich ihn geschrieben habe…ich hasse den Song». Wie, was, wieso??? 

Wenn es denn einen kleinen Makel gab, dann war es die eher kurze Spielzeit von rund 70 Minuten, aber ansonsten kamen die Fans aber absolut auf ihre Kosten. 

Setlist: «When Heavens At Hand» - «Into The Night» - «Ride Out» - «As The Giants Play» - «Live For The Whip» - «Eastern Guns» - «Eldest And Truest» - «Ready For Battle» - «Raise The Fist» - «Devil In Disguise» - «Sands Of Time» - «The Temple And The Tomb» - «Vendetta»

Zodiak
















Glacier














 

 

 


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