Wenn
man meine Reviews der neusten Outputs von Sexmag und Rapid liest, könnte glatt zur Erkenntnis kommen, dass
Dying Victims Veröffentlichungen bei mir einen schweren Stand haben. Dem ist natürlich
nicht so, denn mit Iron Kobra, Tyrann oder Toxikull hat das Underground Label
schon einige hochkarätige Alben auf der Plus-Seite. Wer allerdings mein Review zur
2023 erschienen EP der Finnen liest, weiss was ich an RAPID kritisierte.
Mit
ihrem ersten vollständigen Album bleiben sich Rapid treu und liefern eine
unbarmherzige Mischung aus Speed und Black Metal ab, wobei auch Motörhead zu
den Einflüssen dazugehören. «Witchcraft Of Horror» eröffnet das Treiben und
gibt gleichzeitig die Richtung vor. Doch, doch, der Song kann definitiv was und
ist eine klare Steigerung zum Material von der EP. «Wielder Of Might – Death From
Above» ist in Sachen Tempo nicht langsamer, überrascht aber mit Chor Elementen
im Refrain, etwas dass man in diesem Genre eigentlich nicht erwartet. Nach dem
soliden «Necromantic Warriors» bremsen sich die Finnen mit dem völlig
misslungenen «Gaze Of The Black Void» aber gleich selber, keine Ahnung übrigens
ob das ein Intro oder ein Song sein soll. Die Kurve kriegen sie erst wieder mit
«Moonless Night», einem geilen Mid Tempo Track mit starker Atmosphäre. In der
zweiten Hälfte überzeugt mich aber kein zweiter Song mehr vollends.
Tja,
und dann wäre da noch das leidige Thema der Produktion, welche ich schon bei
der EP bemängelt habe. Leute, da kamen in den Achtzigern bessere Produktionen
auf den Markt. Rapid haben sich im Songwriting klar gesteigert, was Hoffnung
auf die Zukunft macht. Von der führenden Ägide in diesem Genre ist man aber noch
ziemlich weit entfernt.


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