Bewertung: 8,5
1. Urgewalt
Tetzel hat mittlerweile ein kleines Problem, denn sein Side Projekt All For Metal hat seiner langjährigen Band in Sachen Erfolg den Rang abgelaufen. Wer den sympathischen Muskelberg mit dem bombastischen Power Metal kennen gelernt hat, sollte bei Asenblut zuerst eine Hörprobe nehmen, denn hier haben wir es mit Pagan Metal mit deutschen Texten zu tun. «Urgewalt» ist der sechste Streich und festigt die Position innerhalb der Szene mit Leichtigkeit.
Wer auf der Suche nach Neuerfindungen des Genres ist, wird hier zwar nicht fündig, aber wer brachialen, hochenergischen Metal mit epischen Melodien schätzt, kommt voll auf seine Kosten. Das Album besticht durch eine extrem druckvolle und moderne Produktion. Die Gitarrenfront fräst sich kompromisslos durch die Gehörgänge, während das Schlagzeug mit unermüdlichem Tempo nach vorne peitscht.
Frontmann Tetzel überzeugt mit gewohnt mächtigen, tiefen Growls, die eine enorme Präsenz ausstrahlen. Die deutschsprachigen Texte drehen sich gewohnt stark um nordische Mythologie, Schlachten, Ehre und die ungezähmte Kraft der Natur. Songs wie der Titeltrack, «Der Druide» oder «Barbaren und Legionen» fräsen sich direkt in die Gehörgänge und bleiben da auch für längere Zeit kleben.
Viele Songs bieten echte
Hymnen-Qualität, die live für kochende Moshpits sorgen dürften. Trotz aller
Härte bleiben erstaunlich viele Riff-Melodien sofort im Kopf hängen. «Urgewalt» ist ein schnörkelloses,
ehrliches Metal-Album ohne unnötigen Ballast. Asenblut bleiben ihrer Linie
treu, drehen an den richtigen Stellschrauben für noch mehr Wucht und liefern
ein mitreißendes Werk ab, das Fans von epischem Extreme Metal ziemlich
begeistern wird.


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