Bewertung: 7,5
1. Feeding The Beast
Etwas überraschend kommt eine neue Solo-Scheibe von KAI HANSEN ans Tageslicht. Der seit 2016 wieder bei Helloween Gitarre spielende und singende Hamburger gehört für viele zu den Mitbegründern des Speed Metals germanischer Prägung. Wenn nicht sogar als Gründer schlechthin.
Seine unverkennbare Stimme und die Art, wie er Lieder schreibt, hat in der Musik Szene seit 1984 tiefe Spuren hinterlassen. Dass nun aber nach Kai Hansen And Friends («XXX – Three Decades In Metal») ein weiteres Solo-Werk am Start steht und nicht eine weitere Gamma Ray Scheibe (die letzte wurde 2014 unter dem Namen «Empire Of The Undead» veröffentlicht), verblüfft zumindest meine Bescheidenheit.
Dass «Born With A Hammer» erneut ein grossartiges Metal-Werk werden würde, war so sicher, wie das Amen in der Kirche. Mister Hansen lässt dabei feinen Punk in reinrassigen Metal einfliessen («Welcome To Life»), lässt dieses typische «Rebellion In Dreamland» Flair aufflackern («Feeding The Beast»), packt feine Dance-Grooves ein und mischt dazu ein bisschen Folk Metal («I Don't Care At All»), taucht in den bösen Untergrund ein («Wait And See») oder trägt dieses typische Happy-Feeling («End Of The Road») nach aussen.
«Tripple Trouble» erinnert von der Melodieführung her an «Master Of Confusion», und der Titelsong bringt dieses Queen-artige hervor, welches sich nach einem Piano-Einstieg in einen majestätischen Metal-Track steigert und durch wuchtige Chöre unterstützt wird. Wem das alles etwas zu dick aufgetragen ist, wird dafür an «Invaders» und «Wonderland» seine helle Freude haben.
«Born With A Hammer» ist eine tolle Solo-Scheibe geworden, die den Namen zu Recht trägt. Ein Album, welches Kai von seinen unterschiedlichen Seiten zeigt und trotzdem immer dem roten Faden zu seiner erfolgreichen Identität verfolgt. Gesanglich auf einem Top-Level vorgetragen, sollten sich alle Hansen Fans-dieses Werk zulegen, sie werden begeistert sein. (METAL FACTORY 9 / 10)


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