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Hardbone - Hardbeat



Release Info: 2026 - Massacre - Full Length
Band Info: Deutschland - 2008 - Hard Rock
Bewertung: 8


Songs:

1. Hardbeat
2. Four To The Floor
3. House Of Rock 'n' Roll
4. Big Dog
5. Evil For A Good Cause
6. Going Commando
7. Holy In My Heart
8. You Made Me Do It
9. One Night Away
10. Unstoppable
11. Hard To Get
12. Bad (As You Want Me To Be)

Bei HARDBONE weiß man ziemlich schnell, woran man ist. Hier wird nicht versucht, den Hard Rock neu zu erfinden oder aus zwölf Songs ein musikalisches Rätsel zu machen. Die Deutschen stehen für direkten, dreckigen Rock ’n’ Roll, für fette Gitarren und Songs, die vor allem eines wollen: ordentlich Druck machen. Mit „Hardbeat“ steht nun bereits das sechste Studioalbum auf dem Programm und auch diesmal bleibt die Band ihrer Linie konsequent treu. Produziert wurde die Scheibe von Eike Freese in den Chameleon Recording Studios in Hamburg. Schon der Albumtitel passt dabei wie die Faust aufs Auge. „Hardbeat“ ist genau das, was man von HARDBONE erwartet: ein kräftiger Rhythmus, röhrende Gitarren und jede Menge Rock ’n’ Roll.

Das kurze „Hardbeat“ macht seinem Namen alle Ehre und bereitet den Weg für „Four To The Floor“. Danach ist Schluss mit Vorgeplänkel. Der Song geht direkt nach vorne und zeigt, worauf HARDBONE setzen. Sebastian Kranke an der Leadgitarre und Luca Rosnau an der Rhythmusgitarre sorgen für die nötige Gitarrenbreitseite, während Tim Schwarz und Benjamin Ulrich im Rhythmusbereich ordentlich anschieben. Besonders gut funktioniert „House Of Rock ’n’ Roll“. Viel mehr muss man über einen Song mit diesem Titel eigentlich gar nicht sagen. Die Nummer lebt von ihrem Groove und genau dieser funktioniert. Kein unnötiger Schnickschnack, sondern Rock, wie man ihn gerne aus den Boxen dröhnen hört.

Auch „Big Dog“ hält das Niveau hoch. HARDBONE haben dabei ein gutes Gespür dafür, wann ein Riff einfach stehen bleiben darf, anstatt es mit irgendwelchen zusätzlichen Ideen zu überladen. Das macht die Songs angenehm direkt. Dazu kommt die Stimme von Tim Dammann, die bestens zum rauen Grundcharakter der Band passt. Mit „Evil For A Good Cause“ und „Going Commando“ bleibt die Band auf Kurs. Gerade bei solchen Titeln merkt man, dass HARDBONE ihren Rock ’n’ Roll nicht bierernst vor sich hertragen. Da steckt durchaus eine Portion Humor und Rotzigkeit drin, ohne dass die Musik zur Klamaukveranstaltung wird.

Etwas anders präsentiert sich „Hole In My Heart“. Hier darf es auch einmal melodischer und emotionaler werden. Der Song bringt ein wenig Abwechslung in die Platte, ohne dass HARDBONE plötzlich ihre musikalische Identität über Bord werfen. Genau solche Momente tun dem Album gut. Danach geht es mit „You Made Me Do It“ wieder zurück in vertrautere Gefilde. Ein treibender Song, der vor allem live seine Stärken ausspielen dürfte. Überhaupt hat man bei mehreren Nummern von „Hardbeat“ schnell das Gefühl, dass sie nicht nur für den Kopfhörer oder die heimische Anlage geschrieben wurden. Das Material schreit förmlich danach, vor einer gut gefüllten Halle gespielt zu werden.

„One Night Away“, „Unstoppable“ und „Hard To Get“ liefern anschließend weiteren Stoff für Freunde des klassischen Hard Rock. Überraschungen bleiben dabei eher Mangelware. Das kann man HARDBONE aber nur schwer vorwerfen, denn genau diese Konsequenz gehört zum Konzept. Die Band weiß, was sie kann, und bleibt dabei. Gitarren, Bass und Schlagzeug bilden eine kompakte Einheit, darüber legt Dammann seinen markanten Gesang. Die Produktion von Eike Freese sorgt dafür, dass das Ganze ordentlich Druck besitzt, ohne den Rock-Faktor komplett glattzupolieren. Zum Schluss wartet mit „Bad (As You Want Me To Be)“ noch einmal ein typischer HARDBONE-Track. Ein passender Rausschmeißer, der die Marschrichtung der gesamten Platte noch einmal zusammenfasst. „Hardbeat“ ist kein Album, das sich lange mit der Frage beschäftigt, was es eigentlich sein möchte. HARDBONE wollen Rock ’n’ Roll spielen und machen das ziemlich überzeugend. Die Platte besitzt genügend Abwechslung, damit es über die gesamte Spielzeit nicht eintönig wird, bleibt aber gleichzeitig ihrem Grundrezept treu.

Wer modernen Hard Rock mit klassischer Rock ’n’ Roll-Attitüde, kräftigen Gitarren und einer gewissen Dreckigkeit mag, bekommt hier genau das richtige Futter. Nicht jeder Song zündet gleich stark, dafür stimmt das Gesamtpaket. Fazit: HARDBONE liefern mit „Hardbeat“ ein bodenständiges, druckvolles Rockalbum ab, das keine Trends braucht und sich nicht anbiedert. (METAL UNDERGROUND)


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