1. Loaded Gun
Der neunte Streich soll der letzte sein. Die belgischen KILLER haben mit «The Final Grande» nochmals viel zu sagen und versohlen so manchen jungen Bands gewaltig den Hintern.
Die 1980 gegründete Truppe hat mit Original-Mitglied Paul Shorty Van Camp einen Musiker in den Reihen, der immer seinen Idealen folgte. Auch wenn er sich auf diesem, seinem letzten Werk, vor Lemmy (Motörhead) verneigt, so hatten Killer immer ihren eigenen Sound. Dies kann man am besten nachhören beim eher schleppenden «Welcome To The Real World» und dem speedigen Titelsong. Genau zwischen diesen Sounds haben sich Killer immer einen eigenständigen Weg gebahnt.
Grossartig ist die Ballade «Gone Too Soon» geworden, bei der man schnell merkt, dass das Trio nicht auf den Mainstream schaut, sondern seine eigene Art von melodischen und unter die Haut gehenden Liedern verfolgt. «Roll The Dice» liegt irgendwo zwischen Nitrogods und Motörhead, sprich besitzt eine unbändige wie kaltschnäuzige Attitüde. Die andere Seite ist das schon fast melodische «Don't Get Me Wrong» mit seinem treibenden Rhythmus.
Wer Killer bis jetzt nicht in seinem Platten- oder CD-Regal stehen hat, muss dies mit «The Final Grande» unbedingt nachholen. Hört Euch einfach mal «What You See Is What You Get» an, und Ihr werdet begeistert sein! Auch wenn sich die Jungs sich zwischen 1990 und 2003 rar gemacht haben, dankt der geneigte Metal-Fan für all die tollen Momente. Killer treten mit diesem Album mehr als nur würdevoll ab! (METAL FACTORY 9 / 10)


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