Release Info: 2026 - Testimony - Full Length
Band Info: Deutschland - 2011 - Thrash Metal
Bewertung: 8
Songs: 2. Mind Melting Machine
3. We Are The Night
4. No Gods, No Dawn
5. 8 Minutes
6. We Bow To None
7. Blade Serpents
8. Even The Score
9. The Coffin
10. Razorblade Bay (Reprise)
Mit ihrem vierten Studioalbum „Razorblade Bay“ (erschienen am 11. September 2026 über Testimony Records) melden sich die Berliner Thrash-Metal-Speerspitze Space Chaser eindrucksvoll zurück. Nach einigen personellen Veränderungen – Gitarrist Leo Schacht hat das Mikrofon übernommen und führt die Band nun als Frontmann an – markiert die Platte ein neues Kapitel, lässt aber keinen Zweifel daran, wo ihre musikalische Heimat liegt: im kompromisslosen, hochenergetischen High-Speed-Thrash.
Wer Space Chaser für ihre Affinität zu Sci-Fi-Dystopien, Sci-Fi-Horror und rasantem Old-School-Thrash liebt, wird von Sekunde eins an abgeholt. Schon der Opener und Titelsong „Razorblade Bay“ macht kurzen Prozess: Nach einem kurzen Intro prügelt die Band eine massiv nach vorne peitschende Welle aus messerscharfen Riffs und treibenden Drums in den Raum, bevor ein wuchtiger Midtempo-Groove für die nötige Abwechslung sorgt.
Produziert, gemischt und gemastert von Jan Oberg im Hidden Planet Studio in Berlin, atmet das Album einen wunderbar organischen, druckvollen und modernen Sound, der die Tradition des 80er-Jahre-Thrashs (mit hörbaren Einflüssen von Testament, Overkill, Slayer oder auch den deutschen Urgesteinen Kreator und Sodom) mit zeitgemäßer Härte verbindet. Als Co-Produzent war zudem Ex-Sodom-Gitarrist Andy Brings an Bord, der auf dem Track „8 Minutes“ sogar einen Gastbeitrag am Gesang beisteuert.
In knapp über einer halben Stunde Spielzeit gibt es kaum Leerlauf. Stücke wie das rasante „Mind Melting Machine“, das mit packenden Leads glänzende „We Are the Night“ (thematisch angelehnt an eine mordende Zivilisation der Typ-IV-Skala) oder das kompromisslose „No Gods, No Dawn“ zünden sofort. Songs wie „Even the Score“ blinzeln zudem frech Richtung Crossover-Punk, während das kompakte Songwriting und clevere Rhythmuswechsel das Album zu einer kurzweiligen, adrenalingeladenen Achterbahnfahrt machen. Den Schlusspunkt setzt das instrumentale oder konzeptionell runde Outro „Razorblade Bay (Reprise)“.
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