1. Stiff Under Lip
2. Meltdown
3. House Of Jazz
4. Hold Me Back
5. Safe In New York City
6. Can't Stand Still
5. Safe In New York City
6. Can't Stand Still
7. Can't Stop Rock'n'Roll
8. Satellite Blues
9. Damned
10. Come And Get It
11. All Screwed Up
12. Give It Up
9. Damned
10. Come And Get It
11. All Screwed Up
12. Give It Up
Dass es AC/DC nicht gelingen würde, an glorreiche "Back In Black"/"For Those About To Rock"-Zeiten (von den alten Bon Scott-Meisterwerken ganz zu schweigen) anzuknüpfen, stand von vornherein fest. Der Grund dafür ist so simpel wie unumstößlich: Brian Johnson hat nicht mehr die Power eines Dreißigjährigen und kocht (im Studio) seit mindestens zehn Jahren auf Sparflamme. Man hat ständig das Gefühl, der Mann kreischt am absolut oberen Limit seiner Möglichkeiten und kippt jeden Moment aus den Latschen - was besonders dem letzten Studioalbum "Ballbreaker" (erschienen vor fünf Jahren) schadete. Auf "Stiff Upper Lip" klingt Brian (der seinen Job live überraschenderweise tadellos erledigt) wieder etwas kraftvoller, zumindest bei einigen Songs. So erreicht er beim 'Highway To Hell'-verdächtigen 'Satellite Blues', dem Uptempo-Rocker 'Safe In New York City' (mit 'Let There Be Rock'-Beat) oder den Ohrwürmern 'House Of Jazz' und 'Damned' immerhin "Fly On The Wall"-Niveau. Bei Nummern wie 'Hold Me Back' (ironischerweise Brians Lieblingssong, s.a. Interview in dieser Ausgabe) oder dem recht unspektakulären Opener 'Stiff Upper Lip' dagegen pfeift er aus dem letzten Loch, was durch den gitarrenlastigen Mix noch betont wird. Trotzdem ist "Stiff Upper Lip" alles andere als eine Enttäuschung und definitiv stärker als "Ballbreaker". George Youngs erdige, von jeglichem Firlefanz befreite Produktion läßt das Herzstück der Band, Malcolms Rhythmusgitarre, perfekt zur Geltung kommen und erinnert stellenweise sogar an alte Meilensteine der Bon Scott-Ära. Drummer Phil Rudd, dem die längere Spielpause auf "Ballbreaker" anzuhören war, findet allmählich zu seinem alten, einzigartigen Groove zurück. Und der unverwüstliche Angus, dessen Energie offenbar für zwei Leben reicht, macht das, was er schon immer besser als jeder andere gemacht hat: Er spielt die Blues-Tonleitern unermüdlich rauf und runter, dass das Griffbrett seiner SG hoffnungslos vor sich hin kokelt. Sicher, es gibt stärkere AC/DC-Alben, jede Menge sogar - aber den Vergleich mit der "Konkurrenz" (als ob es die jemals für AC/DC gegeben hätte) gewinnt "Stiff Upper Lip" immer noch mühelos. (ROCK HARD 8,5 / 10)

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