1. Above Us
2. Foretell Omega
3. Chatter Of The Tube
4. Recall The Absence
5. Tuned To A Dead Channel
6. La Chute De L'Architecte
7. Manifold Of...
8. Serene Eves
Es kommt ja nicht allzu oft vor, daß Metalscheiben aus Frankreich den Weg auf meinen Schreibtisch finden. Eine verdammt geile Scheibe, deren VÖ eigentlich schon ein paar Wochen zurück liegt, schneite allerdings vor wenigen Tagen in meinen Redaktionspostkasten und beendete die französische Dürreperiode. "Dystopia" ist bereits die zweite Scheibe von ANTHEMON (ein Demoalbum sowie eine Mini CD mal nicht mitgerechnet). Bis Dato war mir diese Band kein Begriff, "Dystropia" macht aber von Beginn an Lust auf mehr. ANTHEMON ist eine jener Bands, die nicht nur vorgeben, in keine Schublade zu passen - man KANN sie unmöglich kategorisieren. Ihre Musik liegt irgendwo im Schnittpunkt zwischen THERION, EVERGREY, TRISTANIA und MOONSPELL. Leadsänger Loïc Malassagne ist für die cleanen Parts zuständig, die mit einer heftigen Dosis Pathos oft nur haarscharf am Kitsch vorbeischrammen. In Kombination mit dem harten Drumming, den kernigen Gitarren und dem phasenweisen Gegrowle von Bassist und Bandgründer Marc Canlers ist man aber meilenweit davon entfernt, ANTHEMON´s Musik als kitschig zu verurteilen. Die einzelnen Nummern sind zumeist im Midtempo gehalten und fließen großteils ineinander über, sodaß man bei oberflächlicher Berieselung fast den Eindruck erhalten könnte, als bestünde das ganze Album aus einem einzigen Mammuttrack. Das mag jetzt vielleicht langweilig und eintönig klingen, ist es aber beileibe nicht! Im Gegenteil, es ist vielmehr Ausdruck einer selten zuvor dagewesenen Homogenität in sich. Abwechslung schreiben die Franzosen jedenfalls in ganz großen Lettern, und so nehmen die Songs oft ganz unvermutete Wendungen. Stellenweise zieht das Tempo gewaltig an, an einer Stelle gibt es sogar Black Metal ähnliche Blastbeats zu hören. Wie erwähnt sorgen die beiden unterschiedlichen Vocals, teils im Dialog, teils im Duett, für gänsehauterzeugende Akzente. ANTHEMON´s "Dystropia" ist schwer mit Worten zu beschreiben, dieses Album muß man gehört haben. Wer auf außergewöhlichen, intelligenten Metal steht, kommt an dieser Platte nicht vorbei. Pflichtkauf! (ROCK HARD 7 / 10)


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