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Black Sabbath - Never Say Die!



Release Info: 1978 - Castle - Full Length
Band Info: England - 1968 - Heavy Metal
Bewertung: 7


Songs:

1. Never Say Die
2. Johnny Blade
3. Juniors Eye
4. Hard Road
5. Shock Wave
6. Air Dance
7. Over To You
8. Breakout
9. Swinging The Chain

Ozzy Osbourne hatte BLACK SABBATH 1977 verlassen und wurde durch einen Sänger namens DAVE WALKER ersetzt. Mit diesem begaben sich SABBATH ins Studio um NEVER SAY DIE aufzunehmen. Nachdem die Aufnahmen praktisch fertig waren und nur noch hätten abgemischt werden müssen, kehrte Mr. Osbourne reumütig zu den Seinen zurück. Zunächst war vorgesehen das Ozzy einfach nur die Gesangsspuren von Dave Ward neu einsingt und das Album dann gemixt, gemastert und veröffentlicht wird. Doch der Madman weigerte sich die Songs seines vorübergehenden Ersatzmannes einzusingen. So mussten in aller Eile (die Plattenfirma wollte den Veröffentlichungstermin nicht verschieben) neue Songs erstellt werden. So besteht NEVER SAY DIE aus besagten neuen Titeln, Songs an denen Ward kompositorisch nicht beteiligt war, sowie aus nicht verwendeten Material aus den TECHNICAL ECSTASY (dem Vorgängeralbum) Sessions. Diese schwierigen Begleitumstände sind dem Album deutlich anzumerken, es bildet keine kompakte Einheit und wirkt mitunter wie Stückwerk. Zudem verfolgten BLACK SABBATH die stilistische Linie die sie mit TECHNICAL ECSTASY eingeschlagen hatten: Rundere Arrangements, vermehrte Experimente mit Keyboards, Synthiesizern und Hardrockfremden Stilelementen sowie dem weitgehenden Verzicht auf diese für Sabbath typische, düstere, bedrohlich-gespenstische Aura, die bis einschliesslich SABOTAGE (1975) den Sabbath-Sound umgab und ausmachte. Auf NEVER SAY DIE klingen BLACK SABBATH grösstenteils wie eine stinmknormale Hardrockband, nur Ozzys markantes Organ erinnert an die alten Tage. Lediglich bei SHOCK WAVE und JOHNNY BLADE - meines Erachtens die beiden besten Tracks der Scheibe- blitzt etwas vom früheren Sound auf. Der Titelsong sowie HARD ROAD und OVER TO YOU klingen beinah wie Mainstream, AIR DANCE beginnt zwar mit einem Hammergeilen Riff, verliert sich jedoch alsbald in uninspirierten, pseudomusikalischen Piano und Jazz Gedudel. BREAKOUT und SWINGIN THE CHAIN sind gar Totalausfälle, auch hier hört man Jazz-Anleihen und Saxophon, beide Tracks wirken wie zusammengeschustert. Auch der Sound des Albums lässt zu wünschen übrig, zu matschig, zu wenig Schärfe.

Krass im Gegensatz dazu das geile Hipgnosis Cover mit den beiden surreal wirkenden Piloten, das beste Sabbath Cover überhaupt. Auch Live befanden sich BLACK SABBATH zur damaligen Zeit weit von ihrer Bestform entfernt. Während der NEVER SAY DIE Tour war Ozzy die meiste Zeit über völlig fertig und nur noch ein Schatten seiner selbst. In den USA spielten damals die noch jungen und fast unbekannten VAN HALEN, welche gerade ihr erstes Album herausgebracht hatten, als Support Act und Sabbath Abend für Abend an die Wand. NSD ist bis heute das letzte BLACK SABBATH Studioalbum mit Ozzy Osbourne. Ein Jahr später kam Ronnie James Dio und Sabbath legten mit HEAVEN AND HELL ein fantastisches Album vor. Doch das ist eine andere Geschichte. (AMAZON)





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