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Cooper, Alice - Billion Dollar Babies




Release Info: 1973 - Warner - Full Length
Band Info: USA - 1967 - Hard Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. Hello Hooray
2. Raped And Freezin'
3. Elected
4. Billion Dollar Babies
5. Unfinished Sweet
6. No More Mr. Nice Guy
7. Generation Landslide
8. Sick Things
9. Mary Ann
10. I Love The Dead

Heute ist Halloween, ein guter Grund mal wieder Alice Cooper aufzulegen. Ich entscheide mich für "Billion Dollar" Babies", mein Lieblingsalbum von Alice. Das Album wurde 1973 noch mit der klassischen Alice Cooper Band aufgenommen und bei genauer Betrachtung gibt es noch einen besseren Grund dieses Album gerade jetzt zu rezensieren. In 3 Tagen sind die US Wahlen, die größte Show-Veranstaltung politischer Wahlen überhaupt. Ein Gerüst eines Zombies tritt gegen eine schon parodistische Version eines Showmasters an.

"Elected" heißt das geniale Stück dieses Album, ein parodistischer Song ohnesgleichen. Alice möchte einfach gewählt werden und ist dafür mindestens so gut geeignet wie Zappa's "Bobby Brown".
"Good evening Mr & Mrs America and all ships at sea
The candidate is taking the country by storm.
I never lied to you, I've always been cool
I wanna be elected
I gotta get the vote, and I told you 'bout school
I wanna be elected, elected, elected
Hallelujah, I wanna be selected
Everyone in the United States of America.

Aber es gibt ja nicht nur diesen Song auf dem Album, mein Lieblingssong von Alice überhaupt ist eigentlich sogar ein Anderer, aber ebenfalls auf diesem Album. Eine Hymne, die dazu aufruft zumindest ein wenig A*rsch zu sein, weil sonst geht es einem wie in den Strophen des Songs. Doch ab jetzt heißt es "No more Mr. Nice Guy", wahrscheinlich auch einer der 5 bekanntesten Songs von Alice, Top 10 in Deutschland und in der UK, fester Bestandteil jeder Live Show.

Die weiteren Singles waren das ebenfalls geniale "Billion Dollar Babies"mit schönen Soli und auch schön galligem Text und der Opener "Hello Hooray", die einzige Cover-Version des Albums das in der UK und der USA sein erstes Nr. 1 Album war und bei uns nach "School's out" das zweite Top Ten Album in Folge.

Aber das Album ist insgesamt genial, ein richtig gelungenes Album der Glam-Rock Ära. Auch "Rap*d and freezin'" hat einen wunderbar eingängigen Mitsing-Refrain und am Ende ein wunderbares Schlagzeugspiel und "Unfinished Sweet" klingt wie ein Song für einen Bond Film, den er mit "The man with the golden gun" auf dem nächsten Album ja tatsächlich probierte, aber vom Studio damals nicht auserwählt wurde.

Die zweite Seite beginnt dann gerade mit "No more Mr. Nice Guy", die weiteren Songs sind aber weniger gallige Sozialsatiren, sondern Alice in seinem theatralischen Element. "Generation landslide" klingt noch wie eine typische T-Rex Nummer, aber "Sick things" ist der Horror-Alice aus seinen Shows. "Mary Ann" ist eine absurde Ballade mit langem instrumentalen Outro,
"Mary Ann
I thought you were my man"
und zum krönenden Abschluss kommt noch die feierliche Hymne über die Liebe zu Toten mit "I love the dead". Eigentlich nur eine kurze Strophe zur Einführung, dann singt er fast durchgehend nur die namensgebende Zeile. Langweile kommt aber keine auf, weil er instrumental mit immer mehr steigerndem Pathos begleitet wir und sich der Song damit auf 5 Minuten streckt.

Zum Schluss komme ich nun nochmals zu "Elected" zurück, bei uns mittlerweile beinahe unbekannt, aber in Amerika einer seiner bekanntesten Songs überhaupt. Auch Michael Moore verwendete ihn schon in einer Doku. Dabei war "Elected" damals sogar in Deutschland ein großer Hit, mit Platz 3 war es seine höchste Charts-Platzierung in den Single-Charts überhaupt, höher noch als "School's out".

Und das Ende des Songs krönt dem Kasperlestheater namens Wahlkampf nochmals den würdigen Respekt.
"Everybody has problems
And personally, I don't care."
Egal wer gewinnt, das werden wohl Beide insgeheim denken. (AMAZON)







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