2. Hole In My Head
3. The Maze
4. Too High To Fly
5. Nothing Left To Say
6. Shadows Of Life
7. Long Way Home
8. Sweet Chains
9. Lesser Of Two Evils
10. What Price
11. From The Beginning
1988 trennten sich Dokken nach mehreren Platinalben, und die beiden kreativen Köpfe der Band, Mr. Dokken himself und Gitarrenass George Lynch trugen danach in der Presse eine üble Schlammschlacht aus. Allgemeiner Tenor: Nicht eine Note wollte man mehr gemeinsam mit dem langjährigen Ex-Partner auf Vinyl bannen. Vielleicht verdanken wir den Umstand, daß es doch noch zu einer Reunion gekommen ist, der Tatsache, daß sich Lynchs Soloprojekt als ziemlicher Flop entpuppte, aber anyway, gut fünf Jahre nach der letzten Veröffentlichung beehrt uns das einstige kalifornische Aushängeschuild in Sachen Melodic Rock mit einem neuen Machwerk. Und das funktioniert besser, als der Titel suggerieren möchte. Die Musikszene ist mit all ihren aktuellen Trends keineswegs spurlos an der Band vorbeigegangen, aber man hat nicht den Fehler unzähliger anderer Combos begangen, im Zuge der eigenen Weiterentwicklung die bisherigen Trademarks hintenan zu stellen. Dokken grooven anno 1995 um einiges heftiger als in früheren Zeiten, und ein Song wie das etwas an King's X erinnernde 'Hole In My Head' hätte ich der Band in dieser Form nicht zugetraut. Dominiert wird das Album jedoch - wie seine Vorgänger - von Dokkens exzellentem Gesang und George Lynchs exquisitem Gitarrenspiel. Und das nicht nur bei Songs, die die alte Dokken-Linie konsequent fortsetzen ('Nothing Left To Say' oder 'Too High To Fly'), sondern vor allen Dingen bei Tracks, die beim erstmaligen Hören so gar nicht ins frühere Konzept des Quartetts passen wollen. Das psychedelische Passagen aufweisende 'Sweet Chains' oder das düstere, anfangs nach den Doors klingende 'What Price' sind die besten Beispiele für diese These, denn trotz neuartiger Einflüsse hat die Band ihren Wiedererkennungswert gewahrt. Für diese gelungene Gradwanderung und dafür, daß Lynch alle Kopfsocken, Ziegenbärte und Flanellhemdträger, die momentan ihr Unwesen treiben, mit seinem Gitarrenspiel locker an die Wand bläst, gibt's acht fette Punkte. (ROCK HARD 8 / 10)


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