2. Cracks In The Ground
3. Sky Beneath My Feet
4. Until I Know
5. Hello
6. Convenience Store Messiah
7. I Feel
8. Here I Stand
9. Hard To Believe
10. Sweet Life
11. Bitter Regret
12. I Don't Mind
13. Until I Know (Slight Return)
"Bäh, was'n das fürn Scheiß?" hör' ich einen nicht gerade kleinen Teil der bisherigen DOKKEN-Stammhörerschaft schon angeekelt ausrufen. Tja, liebe Freundinnen und Freunde, unser alter Kumpel Don und seine Sidekicks (Gitarrist George Lynch, Basser Jeff Pilson und Drummer Mick Brown) sind aus dem Off zurückgekehrt, um den Nachfolger ihrer '94er Scheibe "Dysfunctional" abzuliefern, aber mit dem bewährten DOKKEN-Sound hat "Shadowlife" nur noch wenig am Hut. Statt straighten Heavy-Rock mit "Das Leben ist eigentlich mächtig in Ordnung"-Flair gibt's heute bluesigen Alternative-Rock, zwar mit zahlreichen Goodtime-Dampfparts bestückt, ingesamt aber mehr als deutlich überwuchert vom Post-Grunge-Gestrüpp. Als grobe Anhaltspunkte könnte man Acts wie Alice In Chains, Led Zeppelin, die Black Crowes, die Galactic Cowboys und sogar Tool nennen. Mr. Dokken himself nölt stellenweise schon recht Seattle-lastig herum, auch wenn sich der Suizid-Appeal im Vergleich zu anderen Kapellen des Weltschmerz-Genres deutlich in Grenzen hält. So lebt "Shadowlife" vor allem von Lynchs erstklassiger Gitarrenarbeit und Dons Gesang, der auch in einem modernen Soundgewand immer noch Akzente setzen kann. Hardliner werden DOKKEN zwar trotz der superaltmodischen Ballade 'Bitter Regret' die Pest an den Hals wünschen, aber insgesamt muß man der Combo doch attestieren, daß sie den Spagat zwischen ihren bisherigen Alben (sprich Platin-Erfolgen) und den Modeerscheinungen der letzten Jahre (sprich dem Versuch, auch mit der neuen Scheibe kräftig abzusahnen) erstaunlich sauber aufs Parkett legt. Möglicherweise steckt nur die Gier nach dem großen Geld dahinter - ich finde "Shadowlife" aber trotzdem dufte. (ROCK HARD 7 / 10)


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