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Dokken - Long Way Home




Release Info: 2002 - CMC - Full Length
Band Info: USA  - 1977 - Hard Rock
Bewertung: 7


Songs:

1. Sunless Days
2. Little Girl
3. Everybody Needs  (To Be With Someone)
4. You
5. Goodbye My Friend
6. Magic Road
7. There Was A Time
8. Heart Full Of Soul
9. Under The Gun
10. I've Found

Zweites Solo-Album oder achte Bandveröffentlichung? Sänger und Namensgeber Don Dokken macht es einem wahrlich nicht leicht. Obwohl „Long Way Home" seine stärksten Songs seit „Back For The Attack" im Schlepptau führt, bleibt ein fader Beigeschmack. Es scheint beinahe so, als hätte der Grandsenor (aua, aua, Mr. Grandseigneur Böhm, das mit den Fremdsprachen müssen wir noch mal üben... - Red.) nach und nach sämtliche jemals in der Band Akzente setzenden Visionäre vergrault: Die markanten Riffs und die wahnwitzigen Soli der Achtziger verstummten mit dem Ausstieg des Gitarristen George Lynch, und auch sein Nachfolger Reb Beach räumte den Posten des Gitarrenhelden schneller als erwartet. Zu guter Letzt durfte kurz vor den Aufnahmen zu „LWH" auch noch Jeff Pilson seinen Basskoffer packen – was für ein Durcheinander! Während Pilson kurzerhand durch Barry Sparks ersetzt wurde, schwört Don nun wieder auf den Saitenvirtuosen John Norum, der bereits auf seinem Soloexkurs „Up From The Ashes" über das Griffbrett flitzte. Mit Bravour zwar, im direkten Vergleich zum großen Lynch aber gesichtslos. Auf „LWH" verhält es sich kaum anders. Klar: Der Schwede beherrscht sein Instrument, aber während Reb Beach nicht nur für entsprechenden Input, sondern auch für rauen Rock´n´Roll-Wind in den Segeln von Dokken sorgte, scheint John Norum in erster Linie handlangender Musiker zu sein – zumindest noch. Das war´s dann aber auch schon mit der Meckerei. Obwohl „Erase The Slate" aufgrund des frechen Riffings ein ganzes Stück näher an den alten Bandklassikern dran war, hat „LWH" nicht nur die besseren Songs, sondern dank Produzentenlegende M. Wagener auch den eindeutig besseren Sound. ´Sunless Days´ hat Groove und ein tonnenschweres Riff am Start, während ´Little Girl´ mit stilvoll eingewobenen Streicher-Arrangements ein leicht indisches Flair versprüht und das mega-coole ´You´ Dons Vorliebe für King´s X- und Beatles-Harmonien unmissverständlich zum Ausdruck bringt. Im harten ´Under The Gun´ wird merklich aus ´Till The Living End´ zitiert, und wäre die unendlich heftige Katastrophen-Ballade ´I´ve Found´ nicht auf dem Album gelandet, hätte man sich den Dreher sehr gut am Stück anhören können. (ROCK HARD 8 / 10)






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