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Extreme - III Sides To Every Story



Release Info: 1992 - A&M - Full Length
Band Info: USA  - 1985 - Hard Rock
Bewertung: 7 


Songs:

1. Warheads
2. Rest In Peace
3. Politicalamity
4. Color Me Blind
5. Cupid's Dead
6. Peacemaker Die
7. Seven Sundays
8. Tragic Comic
9. Our Father
10. Stop The World
11. God Isn't Dead?
12. I Rise 'n' Shine
13. II Am I Ever Gonna Change
14. III Who Cares?

Erwartungsgemäß: Groove bis zum Abwinken vom bewährten Rhythmus-Team Pat Boger und Paul Geary, Weltklasse-Gitarrenarbeit von Nuno Bettencourt, wie immer über jeden Zweifel erhabener Leadgesang vom stimmgewaltigen Gary Cherone. Damit aber erschöpfen sich sämtliche Gemeinsamkeiten zum platinveredelten Vorgänger "Pornograffitti" auch schon wieder. "III Sides To Every Story" enthält trotz zahlreicher Akustikeinlagen weder ein neues 'More Than Words", noch auf tanzwütiges Crossover-Publikum zugeschnittene "Get The Funk Out"-Artverwandschaften, sieht man mal davon ab, daß "Politicalamity" zumindest phasenweise in diesen Kontext fällt. Heißt: was die letzte Scheibe an zugkräftigen Trademarks vorzuweisen hatte, wurde hier gänzlich außen vorgelassen. Das Ersatzprogromm entpuppt sich bei genauerer Inspektion zwar als überaus hörenswert, aber es bleibt zu fragen, ob sich EXTREME mit diesem Follow-Up zum großen Durchbruch nicht ihr kommerzielles Grab geschaufelt haben. "III Sides To Every Story" ist - der Titel verrät's - in drei Kapitel unterteilt, die höchst unterschiedliche, bislang zumindest in dieser Form unbekannte musikalische Seiten der Band aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen. Weitestgehend hardrockend, deshalb noch halbwegs vertraut klingend, ist dabei die "Yours"-Side ausgefallen, deren Opener "Worhead" fast schon an Loudness in deren grandioser "Disillusion"-Phase erinnert. Dann wieder Überraschungsmomente, wenn Tracks wie "Cupids Dead" und "Peacemaker Die" angestimmt werden, die mit derart immens beatlesken Harmony-Gesängen ausgestattet sind, daß man sie eher auf einer King's X-Scheibe vermuten würde. Der Verwirrung Zweiter Akt: die folgende "Mine"-Side, auf der es bedeutend ruhiger zur Sache geht. Da kommt dann ein "Seven Sundays" mit seinen Piano- und Steichereinlagen beinahe wie eine Glanznummer aus Joe Jacksons "Night & Day"-Phase daher, "Tragic" wiederum hat was vom relaxten Seventies-Pop eines Gilbert O'Sullivan, während die tastenschwangere Ballade "God Is Dead" es in Sachen Pathos und Dramer locker mit schwermütigsten Queen-Momenten aufnehmen kann. Als wäre das nicht genug, klotzen EXTREME auf der abschließenden "The Truth: Everything Under The Sun"-Side noch mit einer Art Seventies-Rockoper im Westentaschenformat, basierend auf bombostischem Pomp, dessen musikalische Paten irgendwo in der Schnittmenge von Kansas, Styx, Genesis und Supertramp liegen dürften! Unterm Strich ergibt das ein hochinteressantes Album, das entdeckt werden will und voraussetzt, daß man sich dafür Zeit nimmt. Darin aber liegt sein Dilemma: Brian May wird "III Sides To Every Story" verstehen, but the little girls will NOT understand. Jede Wette: Diese Scheibe wird kein Smash. (ROCK HARD 9 / 10)






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