1. There Is No God
2. Cynical Funk
3. Tell Me Something I Don't Know
4. Hip Today
5. Naked
6. Midnight Express
7. Leave Me Alone
8. No Respect
9. Evilangelist
10. Shadow Boxing
11. Unconditionally
12. Fair Weather Faith
13. Waiting For The Punchline
Das, was viele Kritiker an EXTREME immer gelobt haben, nämlich ihre Stilvielfalt, war eigentlich immer der Punkt, mit dem mir das Quartett aus Boston gehörig auf den Geist ging. Mal setzte man verstärkt auf Funk-Gefidel, dann gab man sich akustisch verschmust, und auf dem letzten Album versuchte man es in puncto Experimentierfreude mit Queen aufzunehmen. "Waiting For The Punchline" scheint nun das Album zu sein, auf dem man sich entschlossen hat, eine einigermaßen schlüssige Mischung aller Stile einzubringen. Es dürfte daher wegweisend für die weitere Karriere der Band sein. Daß sich auf den ersten Blick nur die Ballade 'Unconditionally', die zudem etwas an 'More Than Words' erinnert, als Singleauskopplung mit Hitpotential eignet, mag ein Nachteil sein - fest steht jedoch, daß man das Album mehrmals hören muß, um wirklich alle Feinheiten des "neuen" EXTREME-Sounds ausmachen zu können. "Waiting For The Punchline" ist eine erdige Rock-LP geworden, die diesmal nicht überproduziert klingt und vor allen Dingen von den unglaublichen Gitarrenkünsten Nuno Bettencourts lebt. Dessen Rhythmus-Gefühl und die teilweise Fusion-artigen Soli mögen zwar nicht jedermanns Geschmack sein, aber das Latino-Einflüsse aufweisende Instrumental 'Midnight Express' gehört definitiv zu den besten Gitarrenstücken der letzten Jahre. Der Rest des Albums ist - wie bereits gesagt - eine Essenz dessen, was EXTREME immer ausgemacht hat: Groove, phasenweise vertrackte Rhythmik und sehr eigenständige Vocals. Neu ist eigentlich nur, daß die Band die gesamte Palette ihres Könnens diesmal auf ein Album komprimiert hat. Das verdient zumindest Anerkennung. (ROCK HARD 7 / 10)

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