Bewertung: 9
2. Lust For Life
3. Heaven Can Wait
4. Space Eater
5. Money
6. The Silence
7. Hold Your Ground
8. Free Time
9. Heading For Tomorrow
10. Look At Yourself
Kaum einer Scheibe habe ich in den vergangenen Monaten so entgegengefiebert wie dieser! Kai Hansens neues Bandprojekt (weitere Infos an anderer Stelle dieser Ausgabe) wird weit oben in den deutschen Verkaufscharts zu finden sein, das steht außer Frage - denn Platten dieser Güteklasse erscheinen nur alle Jubeljahre einmal! Dabei geht's zunächst verhältnismäßig berechenbar zur Sache: Nach dem obligatorischen Bombastintro 'Welcome' folgt mit 'Lust For Life' ein melodiöses Speed-Stück, wie man es von Kai Hansen erwarten würde - sehr gut zwar, aber die Parallelen zu den alten Helloween sind offensichtlich (was freilich nicht gegen die Klasse des Songs spricht). 'Heaven Can Wait', einer der kommerziellsten Tracks des Albums und zugleich die erste Single, besticht durch perfekt arrangierte Chorgesänge - die übrigens symptomatisch für die gesamte LP sind. 'Space Eater' stellt für mich den ersten "echten" Höhepunkt dar, auch wenn hier stellenweise (geschickt) bei Motörheads 'Deaf Forever' abgekupfert wurde. Tolle Vocals (überhaupt hat sich Ralf Scheepers seit Tyran Pace-Tagen unglaublich verbessert), packender Refrain und druckvolle Gitarren. Geil! Die folgende Singalong-Nummer 'Money' erinnert stark an die alten Queen und zählt für mich zu den weniger genialen Momenten der Scheibe, auch wenn hier wiederum perfekt und originell arrangiert wurde. 'The Silence' ist eine bombastische, fast schon opernhafte Ballade, die auch dem härtesten Metaller unter die Haut gehen sollte, beeindruckend. Mit 'Hold Your Ground' schlagen GAMMA RAY wesentlich derber zu, Melodic-Speed mit Klasse. 'Freetime' ist ein schlichtes Gute-Laune-Stück, das mich persönlich nicht vom Hocker haut. Bisher ist 'Heading For Tomorrow' also ein sehr gutes Album mit wenigen, unbedeutenden Aussetzern. - Aber dann kommt's! Der knapp 15minütige Titelsong stampft so ziemlich alles gnadenlos in den Boden, was in Deutschland bisher produziert wurde! Schon der gigantische Chorus, der diese beispielhafte Hymne einleitet, zeigt, welch kompositorisches Talent in Kai Hansen und seiner Mannschaft steckt! Hier stimmt einfach alles: obergeile Gitarren, Weltklasse-Gesang, Super-Produktion, atmosphärische Keyboards zur Untermalung, packende Chöre, wahnsinniger, sich bis zum bombastischen Ende unaufhaltsam steigernder Aufbau und jede Menge Abwechslung! Allein diese genialen 15 Minuten rechtfertigen zehn fette Punkte - denn besser geht's nicht mehr! (ROCK HARD 10 / 10)


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