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Halford - Crucible




Release Info: 2002 - Sanctuary - Full Length
Band Info: England - 1998 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Park Manor
2. Crucible
3. One Will
4. Betrayal
5. Handing Out Bullets
6. Hearts Of Darkness
7. Crystal
8. Heretic
9. Golgotha
10. Wrath Of God
11. Weaving Sorrow
12. Sun
13. Trail Of Tears

Anfangs war ich schockiert, das muss ich zugeben. Als uns die erste Advance-CD mit vier Songs dieser Scheibe (´Sun´, ´Fugitive´, ´Hearts Of Darkness´ und ´Crucible´) ins Haus flatterte, war die Aufregung groß - und die anschließende Enttäuschung noch größer. Statt der erwarteten Metal-Vollbedienung à la Resurrection sah man sich mit experimentellen, deutlich moderneren Klängen konfrontiert, die man als Halford- oder auch Priest-Fan einfach nicht hören will. Aber dann kam zum Glück doch alles ganz anders...

Das vollständige, zwölf Tracks umfassende Album hinterlässt nämlich einen viel stärkeren Eindruck als zunächst erwartet. Die vorab gehörten vier Songs (einer davon, ´Fugitive´, taucht sogar nur als Bonustrack auf) gehören beileibe nicht zu den Highlights des Albums, machen im Zusammenhang mit den anderen Stücken aber zumindest halbwegs Sinn. Viel stärker sind meiner Ansicht nach der an ´Made In Hell´ erinnernde Ohrwurm ´One Will´, der an frühere Priest-Glanztaten angelehnte Speedbolzen ´Betrayal´ (der einzige Song auf Crucible, den Rob in seiner hohen ´Painkiller´-Tonlage singt), der eingängige Banger ´Handing Out Bullets´ und der energische Doublebass-Hammer ´Wrath Of God´. Auch experimentellere Nummern wie ´Crystal´, ´Weaving Sorrow´, ´Trail Of Tears´ oder das bereits erwähnte ´Sun´ bleiben nach vier, fünf Durchläufen im Ohr hängen, was in erster Linie Robs charismatischer Stimme (die über weite Strecken natürlich und ungekünstelt klingt) zuzuschreiben ist.

Probleme allerdings habe ich mit der Produktion, die irgendwie halbfertig klingt. Legt man Crucible und Resurrection hintereinander in den CD-Player, stellt man einen deutlichen Dynamik-Unterschied fest, den ich mir schwer erklären kann - zumal das Produktionsteam um Halford- und Dickinson-Intimus Roy Z nicht ausgewechselt wurde.

Demgegenüber steht der Mut, nach Resurrection nicht auf Nummer Sicher zu gehen, sondern mit Crucible ein riskantes Album zu veröffentlichen, das man öfter hören muss, bevor es zündet. Dann allerdings offenbaren sich ein paar echte Perlen, die ich nach dem anfänglichen Schock nicht mehr erwartet hätte! (ROCK HARD 8 / 10)




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