Bewertung: 7,5
1. Embody The Invisible
2. Ordinary Story
3. Scorn
4. Colony
5. Zombie Inc.
6. Pallar Anders Visa
7. Coerced Coexistence
8. Resin
9. Behind Space '99
10. Insipid 2000
11. The New World
Für manche Zeitgenossen aus der Death Metal-Szene sind IN FLAMES ein ähnlich rotes Tuch wie Dimmu Borgir und Cradle Of Filth für die Schwarzwurzel-Community. Vor allem in Muckerkreisen ist immer wieder die Rede von Girlie-Death beziehungsweise kommerziellem Ausverkauf. Für mich eine Mischung aus Bullshit und purem Erfolgsneid! Soviel dazu. Doch was bringt uns nun der neue Longplayer? Im Vergleich zu "Whoracle" auf den ersten Hör zunächst mal nichts Neues. Wieder elf Songs, wieder ein apokalyptisches Marschall-Cover, wieder Ohrwurmmelodien und Twin-Guitar-Attacken en masse und wieder ein gediegenes Instrumental. Intensivere Beschäftigung mit dem Songmaterial offenbart dann aber doch einiges an Verbesserungen und Novitäten. Zunächst mal die deutlich besser kickende Produktion und die streckenweise noch aggressiver als bisher herausgekeiften Vocals von Anders Fridn. Dann die unüberhörbaren Fortschritte beim Songwriting: Zu einer sehr geschickt mit Tempovariationen operierenden Nummer wie 'Zombie Inc.' oder dem vergleichsweise düsteren, mit Gothic/Wave-Elementen versetzten 'Ordinary Story' wären die Schweden anno '97 wohl noch nicht in der Lage gewesen. Schließlich die sparsam dosierte Verwendung neuer Elemente wie verzerrter Vocals ('Scorn') oder einer Hammond-Orgel ('Colony') und stilistisches Neuland in Form des melancholischen Folk-Instrumentals 'Pallar Anders Visa'. Das in Wolfs Studioreport erwähnte zweite Instrumental hat es hingegen nicht aufs Album geschafft und wurde statt dessen durch das ursprünglich als Japan-Bonus gedachte 'Behind Space '99' ersetzt. Fazit: Eleven killers, no fillers! (ROCK HARD 9 / 10)


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