1. Seperate Ways (Worlds Apart)
2. Send Her My Love
3. Chain Reaction
4. After The Fall
5. Faithfully
6. Edge Of The Blade
7. Troubled Child
8. Back Talk
9. Frontiers
10. Rubicon
Frontiers ist das 1983er Album der US-Rockband Journey. Nach dem Riesenerfolg des Vorgängers Escape hatte Journey den typischen Bandsound für die nächsten Jahre gefunden. Frontiers ist das Album das Escape musikalisch am Nächsten kommt. Die erste Hälfte des Albums (Seite 1 der LP) ist ein wahres Feuerwerk an Hits, die auch zumeist alle auf Compilations der Band zu finden sind. Mit Separate Ways und Chain Reaction sind darunter zwei der härtesten Songs der Band. After The Fall ist ein Midtempo-Song, Send Her My Love und Faithfully zwei ergreifende Balladen. Die zweite Hälfte des Albums kann da nicht ganz mithalten. Mit dem Rumpelrock von Back Talk und dem Titelsong sind für mich zwei Füller dabei. Die restlichen 3 Songs sind in Ordnung. Besonders Edge Of The Blade mit seinem ausgeprägten Gitarrensolo ist interessant. Die 4 Bonustracks sind bei dieser Ausgabe natürlich auch ein wesentliches Kaufargument. Mit Liberty gibt es einen Track, den es vorher nur auf dem Time3-Set gab. Der Song hört sich an wie eine Art Battle Of Evermore von Led Zeppelin. Mit seinen knapp 3 Minuten wirkt das Stück aber irgendwie unfertig. Die anderen 3 Bonustracks erschienen damals schon auf Soundtracks. Only Solutions stammt vom 1982er Soundtrack Tron, Only The Young vom 1985er Soundtrack Vision Quest (Top 10 Hit in den USA) und Ask The Lonely vom Two Of A Kind Soundtrack mit John Travolta. Only The Young und Ask The Lonely wurden schon zu den Sessions des Frontiers Albums aufgenommen und zählen für mich zu den besten Songs der Band. Etwas unverständlich wieso diese es nicht auf das eigentliche Album geschafft haben. Zumindest konnte die Band damit die dreijährige Pause bis zum nächsten Album Raised On Radio überbrücken. Leider hat man nicht noch das Instrumental 1900 vom Tron-Soundtrack auf die CD gepackt. Musikalisch ist die Platte dem AOR (Adult Orientated Rock) zuzuschreiben, also bombastischer melodischer (amerikanischer) Rock. Diese Musik muss man mögen, sonst ist man bei Journey in dieser Phase ihrer Karriere falsch. Im Vergleich zum Vorgänger hat die Band die Songs auf Frontiers mit mehr Keyboards zugekleistert. Das Remastering stammt aus dem Jahr 2007. Ich habe leider keinen Vergleich wie sich die vorherigen CD-Ausgaben anhören (manche schwören auf die 1996er Ausgabe). Zumindest klingt die CD besser als meine ziemlich knisterfreie Vinyl-Ausgabe. Fazit: Für mich ist Frontiers nach Escape das zweitbeste Album der Band. Die zweite Hälfte enthält aber ein paar Füller. Insgesamt bekommt man auf dieser CD 7 Hits von Journey geboten. Kauft man sich noch Escape dazu, dann hat man schon mehr als die Hälfte aller bekannten Songs der Band. Trotz der Bonustracks kommt die CD aber nicht ganz an Escape heran. Außerdem fehlen die Songtexte. Darum einen Stern weniger in der Bewertung.(AMAZON)

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