1. Strutter
2. Nothin' To Lose
3. Firehouse
4. Cold Gin
5. Let Me Know
6. Kissin' Time
7. Deuce
8. Love Theme From Kiss
9. 100,000 Years
10. Black Diamond
2. Nothin' To Lose
3. Firehouse
4. Cold Gin
5. Let Me Know
6. Kissin' Time
7. Deuce
8. Love Theme From Kiss
9. 100,000 Years
10. Black Diamond
Ich muss gestehen, dass ich von den ganz frühen Alben der Band, also der Prä-Destroyer-Ära, anfangs nicht sonderlich angetan war (was auf "Dressed To Kill" immer noch zutrifft), als ich mich auf Kiss-Entdeckungsreise begeben hatte. Mittlerweile, also nach mehrmaligem Hören, gefallen mir vorliegendes Debütwerk und dessen Nachfolger ("Hotter Than Hell") allerdings richtig gut, wobei das schlicht betitelte "Kiss" meines Erachtens das insgesamt ausgewogenste und stimmigste der 3 eben genannten Alben ist. Selbst, wenn man schnell Gefahr läuft, sich als Musikliebhaber zu wiederholen, wenn man mit Begriffen wie "Klassiker" um sich schmeißt, so trifft diese Bezeichnung auf das 1974 erschienene "Kiss" mit Sicherheit zu. Zwar war die Platte mit ca. 70 000 abgesetzten Exemplaren einst kein Verkaufs-Hit und konnte den hohen Eigenerwartungen (und Ausgaben) der Band nicht gerecht werden, die wild entschlossen war, die Welt im Sturm zu erobern (was dann schließlich mit "Alive!" gelingen sollte), aber die Anzahl bekannter und wirklich sehr guter Songs hierauf ist mehr als beachtlich. Viele Titel des Kiss-Debüts haben bis heute Bestand, erfreuen sich großer Beliebtheit und werden nicht umsonst auch gegenwärtig immer wieder live dargeboten. Der Sound der Scheibe ist - gemessen an heutigen Maßstäben - nicht gerade bombastisch und kommt zunächst relativ trocken bzw. sogar ein bisschen dünn daher. Beim genaueren Hinhören jedoch klingt das Album sehr ausgewogen und rockt und fetzt und rumpelt recht ordentlich: Der Opener "Strutter" hat mir beispielsweise nie besser gefallen als in hiesiger Studio-Fassung. Ebenso sind "Firehouse" und "Cold Gin" (das Ace Frehley geschrieben, aber nicht gesungen hat) absolute Rock-Klassiker, die über die (ohnehin sehr große) Kiss-Fanbasis hinaus bekannt sein dürften. Sehr gut finde ich außerdem das als Hit-Single (die es aber nicht wurde) konzipierte "Kissin' Time" mit seinen rudernden, rollenden Riffs sowie das Instrumentalstück "Love Theme From Kiss", die beide an Stellenwert verloren zu haben scheinen bzw. nie den ihnen gebührend Ruhm genießen durften, jedoch 2 meiner Lieblingsstücke auf vorliegendem Silberling sind. Die Bandklassiker "Nothin' To Lose" und "Deuce" sind nicht meine persönlichen Favoriten, aber dennoch freilich gut und das leichtbekömmlich-eingängige "Let Me Know" sowie das interessante, groovige"100 000 Years" gefallen mir immer besser, je öfter ich sie höre. Das von Peter Criss gesungene "Black Diamond" (ebenfalls ein waschechter Kiss-Klassiker und Standard-Livesong) ist ein leicht epischer und würdiger Album-Closer, hat mich offengestanden aber noch nie von den Socken gerissen...Fazit: Das schlicht betitelte Debüt "Kiss" hat nicht umsonst einen so hohen Stellenwert unter Fans. Abgesehen davon, dass es erstaunlich viele Klassiker der Band enthält, ist es sehr gefällig zusammengestellt und konzipiert worden, was nicht zuletzt auch am recht nahbaren, authentischen Soundcharakter der Scheibe liegen dürfte. Songs wie "Firehouse" oder "Cold Gin", um hier wenigstens 2 genannt zu haben, gehören zum rockmusikhistorischen Allgemeingut, wohingegen "Kissin' Time" unter Freunden gepflegter Rock-Musik auch recht schnell Gefallen finden müsste. In Summe ist "Kiss" für mich zwar nicht das beste und herausragendste Album der Kissology, aber in meiner persönlichen Favoritenliste liegt die Scheibe mittlerweile ziemlich weit vorn. "Kiss" ist ein Gute-Laune-Album zum Immerwiederhören und bis heute erstaunlich gut und würdevoll gealtert.(AMAZON)

:format(jpeg):mode_rgb():quality(90)/discogs-images/A-153073-1482861756-9537.jpeg.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen