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Massacra - Sick




Release Info: 1994 - Vertigo - Full Length
Band Info: Frankreich - 1986 - Death Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Twisted Mind
2. Madness Remains
3. Ordinary People
4. Closed Minded
5. Harmless Numbers
6. Lack Of Talk
7. Broken Youth
8. Can't Stand
9. My Reality
10. Suckers
11. Piece Of Real

Ursprünglich sollte diese Scheibe mal "Miracles" heißen, und treffender hätte man dieses Werk gar nicht umschreiben können. Ja, bei MASSACRA hat sich in der Tat einiges getan. Natürlich zählte die französische Formation schon seit längerem zu den besseren Death Metal-Acts auf unserer Erdkugel, aber einen solchen Sprung hätte ich den Franzmännern mit dem deutschen Schlagzeuger nicht zugetraut. Eins vorweg: Mit Death Metal hat "Sick" nichts mehr zu tun. Allerdings hat sich das Quartett auch nicht in Richtung gängiger Trends - also von wegen Hardcore, Crossover und so - bewegt. Vielmehr ist "Sick" eine Sammlung von elf grandiosen, puren Heavy Metal-Hits mit leichtem Hang zum Thrash geworden. Es ist mir unbegreiflich, wie MASSACRA es geschafft haben, hier ein Mörder-Riff nach dem anderen zu verewigen, von denen die meisten sofort in bester Ohrwurm-Manier in den Gehörgängen kleben bleiben. Ein Song wie 'Closed Minded' ist ein perfektes Beispiel für den neuen MASSACRA-Sound: Vom Grundaufbau und der Rhythmik her ist dieses Stück absolut mit einem Chartbreaker wie 'Enter Sandman' vergleichbar, bloß daß vor allem der Gesang aggressiver klingt. Mit einem gescheiten Videoclip und einer ordentlichen Portion Promo-Power (man ist ja schließlich nicht umsonst bei einem Majorlabel) könnte dieses Stück zu einem echten Klassiker werden. In den einschlägigen Metal-Kneipen dürfte der Song sowieso demnächst pausenlos zu hören sein. Überhaupt bewegen sich MASSACRA auf "Sick" über weite Strecken in den musikalischen Gefilden, in denen auch Metallica zu "Ride The Lightning"-Zeiten heimisch waren. Allerdings klingt die Chose deutlich zeitgerechter, was an der exquisiten Produktion von Tim Buktu liegen dürfte. Mit Stücken wie 'Harmless Numbers' oder 'Can't Stand' werden auch die alten Fans der Band bestens bedient, denn hier treten Fred Death & Co. auch mal ordentlich aufs Gaspedal, während das restliche Material eher im massiven Midtempo angesiedelt ist. Der langen Rede kurzer Sinn: Für mich gibt es in diesem Fall nur eine Bewertungsmöglichkeit: full house!!! (ROCK HARD 10 / 10)



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