2. Doomsday For The Heretic
3. Restricted Agony
4. Thane Of Cowder
5. Star Chaser
6. Midnight Rider
7. Legion Of Grey
8. Infamia
9. Logan's Run
10. M4 - A1
11. Invader
12. Bad Boys Hardrock Police
Ein-, maximal zweimal im Jahr landet ein Album in meinem Player, das mir jenes magische Glücksgefühl vermittelt, das mich auch beim allerersten Auflegen von „Killers", „British Steel", „Spellbound", „Ace Of Spades" oder „High´n´Dry" überwältigt hat. Ein Riff ertönt, irgendwas explodiert in deinem Schädel - und du wirst in eine andere Welt katapultiert, in der Gott Patronengurt, Lederjacke und Kutte trägt und ´ne schneeweiße Flying V spielt. In dieser Welt gibt es keine Familienplanung, keine Bausparverträge und keine Existenzängste. Pubertär nennen so was trendbewusste, seelisch tote Schnösel - zeitloses Glück bedeutet es für uns „Scheuklappen-Headbanger". Und die Jungs von METAL INQUISITOR aus Koblenz, Deutschlands derzeit bester Metal-Band, wären stolz darauf, so bezeichnet zu werden. Sie atmen den einzigartigen Spirit der NWOBHM, klingen nach Newcastle oder Birmingham ´81, können mit Sicherheit jeden Ton von Maiden, Saxon, Priest, Def Leppard, den Tygers, Raven oder Jaguar im Schlaf nachspielen und haben ein Album (fast) in Eigenregie in einem kleinen, aber echten Studio mit echten Verstärkern und auf echten Instrumenten eingespielt, das mich seit dem Wacken Open Air (wo ich die ersten Songs hören durfte) täglich verfolgt und begeistert. Jedes einzelne Stück ist ein Volltreffer, jeder Chorus bleibt im Ohr hängen, jedes Riff geht ohne Umwege direkt in den Magen, der tolle, ungekünstelte Gesang erinnert an beste Sweet-Savage-Momente - und nichts, aber auch wirklich gar nichts klingt hier falsch, berechnend oder sonst wie fehl am Platze. Das überragende Priest-Cover ´Invader´ (schon die originelle Auswahl zeigt deutlich, wo METAL INQUISITOR stehen; man covert eben NICHT die offensichtlichen Hits) passt ebenso perfekt ins Gesamtbild wie die abschließende, mit einem Augenzwinkern zu verstehende AC/DC-Verneigung ´Bad Boys Hardrock Police´ (nur auf der CD-Version zu finden) oder die authentischen, durchaus klischeehaften, aber niemals platten Songtexte. Nur ein einziges kleines Manko habe ich in den vergangenen drei Monaten entdeckt: Das Riff von ´Star Chaser´ erinnert etwas ZU sehr an Maidens ´Twilight Zone´ - aber auch hier beweist die Auswahl eindeutig, dass METAL INQUISITOR ihren Sound wirklich bis in den letzten Winkel ihrer Seele leben. Selbst wenn „Doomsday For The Heretic" als Underground-Album nur 1 000 Exemplare verkaufen sollte, trennt sich hier ganz klar die Spreu vom Weizen: Eine Plattensammlung ohne METAL INQUISITOR ist so metallisch wie der gesamte Bon-Jovi-Backkatalog. Danke, Jungs, dass es euch gibt! (ROCK HARD 9,5 / 10)


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