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Osbourne, Ozzy - Down To Earth




Release Info: 2001 - Epic - Full Length
Band Info: England - 1980 - Heavy Metal
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Gets Me Through
2. Facing Hell
3. Dreamer
4. No Easy Way Out
5. That I Never Had
6. You Know... (Part 1)
7. Junkie
8. Running Out Of Time
9. Black Illusion
10. Alive
11. Can You Hear Them?

Da mir erst kurz vor Redaktionsschluss das neue Ozzy-Studioalbum - übrigens das erste seit dem ´95er Ozzmosis - auf den Schreibtisch geflattert ist, habe ich in den letzten 48 Stunden praktisch ohne Unterlass versucht, mir das achte reguläre Langeisen des Madmans schön zu hören. Leider vergebens, was daran liegen könnte, dass sich der vielleicht charismatischste Heavy Metal-Sänger aller Zeiten in der letzten Zeit zu sehr auf seine langjährige Stammformation Black Sabbath konzentrieren musste. Oder sind dem Engländer nach mehr als 30 Jahren im Hardrock-Biz einfach nur die Ideen ausgegangen?
Fakt ist, dass Ozzy mit Down To Earth das schwächste Soloalbum seiner Karriere abgeliefert hat. Und das nicht nur, weil der Longplayer ohne einen echten Hit auskommen muss - mit Evergreens der Güteklasse ´Crazy Train´, ´Over The Mountain´, ´Shot In The Dark´ oder ´Perry Mason´ kann die erste Singleauskopplung ´Gets Me Through´ nicht ansatzweise konkurrieren - und Herr Osbourne musikalische Experimente immer noch scheut wie der Teufel das Weihwasser. Als viel fragwürdiger empfinde ich den eklatanten Mangel an Abwechslung. Statt wenigstens bei zwei, drei Tracks mal ordentlich Gas zu geben, enthält Down To Earth sage und schreibe acht Midtempotracks, von denen kein einziger das Prädikat gut verdient hat.
So eignen sich unterm Strich mit ´Dreamer´, ´No Easy Way Out´ und ´Running Out Of Time´ allenfalls die drei gefälligen, aber unspektakulären Balladen der Platte als Anspieltipps. Zu wenig für eine lebende Legende, zumal Ozzy nicht nur mehr als sechs Jahre Zeit hatte, einen würdigen Ozzmosis-Nachfolger auf die Reihe zu kriegen, sondern weil ihm mit Zakk Wylde (g.), Ex-Suicidal Tendencies-Basser Robert Trujillo und Mike Bordin (ex-Faith No More, dr.) auch eine erstklassig besetzte Begleitband zur Seite stand. Deshalb muss die ketzerische Frage erlaubt sein, ob der Altmeister nicht lieber in Rente gehen sollte, statt auf Konzerten weiter in Teleprompter zu starren und sich mit Hilfe von zahllosen Effektgeräten mehr oder weniger erfolglos die von Alkohol- und Drogenexzessen gebeutelte Seele aus dem Leib zu krächzen. Vor so viel Weisheit würde ich mich als alter Fan der Fledermaus - immerhin waren es Saxon, Ozzy (mit Randy Rhoads an der Klampfe!) und Revolver, die mich am 9. November ´81 konzertmäßig entjungferten - mit ´ner Träne im Knopfloch ganz tief verbeugen. (ROCK HARD 6 / 10 )
Ozzy Osbourne - Photo




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