1. Isolate
2. Erased
3. Two Worlds
4. Pray Nightfall
5. Primal
6. Perfect Mask
7. Mystify
8. No Celebration
9. Self-Obsessed
10. Symbol Of Life
11. Channel For The Pain
Nach zwei fast reinrassigen Popscheiben mit Electro-Schlagseite (One Second, Host) ließen die Berufs-Melancholiker aus Yorkshire auf ihrem letzten Opus Believe In Nothing die Klampfen wieder recht amtlich braten, ohne zu ihren Death/Gothic Metal-Wurzeln zurückzukehren. Ähnlich verhält es sich mit Studioalbum Nummer neun, mit dem PARADISE LOST gleichzeitig auf einem halben Dutzend Hochzeiten tanzen. Ob Gothic, Darkwave, Metal, Cyber-Rock, Electro oder Pop - auf Symbol Of Life verwischen die Genre-Grenzen derart, dass man sich Sorgen um die Zielgruppe der Herren Holmes, Mackintosh, Aedy, Edmondson und Morris machen muss. Auf Grund des hohen Crossover-Faktors dürften vermutlich nur tolerante Vertreter der genannten Musikrichtungen auf die samt und sonders tanzbaren Kompositionen (darunter befindet sich mit ´Xavier´ auch ein Dead Can Dance-Cover) abfahren. Andererseits macht das gerade den Reiz der von Computerfreak Rhys Fulber (u.a. Fear Factory) erfreulich authentisch produzierten Scheibe aus.
Anstatt sich selber musikalische Schranken aufzuerlegen, sind die Düsterheimer von der Insel ständig auf der Suche nach neuen Einflüssen, Aufnahmetechniken und Ideen, um ihre von Verzweiflung und Weltschmerz, Dramatik, Pathos und Leidenschaft dominierten Moll-Hymnen ohne jeglichen Identitätsverlust weiterzuentwickeln. Und im Gegensatz zu ihrer Schwächephase Ende der Neunziger ist das der Combo auf ihrem neuesten Silberling auch wieder gelungen. Mit Symbol Of Life ist das zwischenzeitlich verloren geglaubte Paradies wieder ein ganzes Stück näher gerückt. (ROCK HARD 8 / 10)


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