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Powergod - Evilution Part III: Nemesis




Release Info: 2002 - Massacre - Full Length
Band Info: Deutschland - 1997 - Heavy Metal
Bewertung: 6,5


Songs:

1. Dead Serious
2. Call Of Freedom
3. Courtroom Of Traitors
4. Massacre Machinery
5. Got Milk?
6. Parting Gift
7. Reduced To The Maximum
8. Monsterman
9. 6-4-5
10. Evilution Part III

Abgesehen vom letztjährigen superben Cover-Album Bleed For The Gods sind die Ruhrgebietsknüppler ja noch nicht so recht aus den Pötten gekommen. Die ehemaligen Stormbringer waren mit den Vorgängeralben weit entfernt davon, sich mit Ruhm zu bekleckern: Zu bieder und klischeehaft kam der Kraftstoff made in Germany rüber. All dies dürfte und wird eine krasse Kehrtwende nehmen. Mit Nemesis packen POWERGOD die Keule aus dem Sack und nageln eure Eier an die Wand. Bretterten die eher durchschnittlichen Back To Attack oder Evilution, Part I wie ein Regionalexpress durch die Grünlandschaft, fegt der neueste Silberling wie ein ICE durchs Gebälk. Old School-Thrash meets Power Metal prägt die zehn fast ausfallfreien Kracher. Vom Brutalo-Opener ´Dead Serious´ bis hin zum düster-mächtigen Rausschmeißer ´Evilution, Part III´ kramen die Kraftgötter tief in der Kamellenkiste und orientieren sich dabei vor allem am mächtigen Thrash-Speed der Achtziger. ´Call Of Freedom´ etwa hat so starke Laaz Rockit-Trademarks, dass einem vor Rührung fast die Tränen kommen. Bei erbarmungslosen Rübenschwingern wie ´Courtroom Of Traitors´, ´Monsterman´ oder ´6-4-5´ kann die Band ihre Vorliebe für altehrwürdigen Bay Area-Thrash der Marke Exodus oder Heathen nicht verhehlen. Da hämmern Drums und Bass wie ein Erdbeben durch die heimische Beschallungsanlage. Und gleich Sirenen rauben einem Riffkaskaden vom Feinsten den letzten Rest Verstand. Ein weiterer positiver Aspekt ist der sehr variable Gesang von Shouter President Evil (ja, sie haben ihre bescheuerten Pseudonyme immer noch nicht aufgegeben!), der sowohl die melodischen wie auch wilden Aggressiv-Parts erstklassig hinbekommt. Nemesis ist sicher keine Frischzellenkur für die Szene - aber so lebendig, packend und spaßig, dass der Silberling den CD-Player so schnell nicht mehr verlässt. This record kicks ass! (ROCK HARD 8 / 10)





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