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Queen - Hot Space




Release Info: 1982 - EMI - Full Length
Band Info: England - 1968 - Hard Rock
Bewertung: 7,5


Songs:

1. Staying Power
2. Dancer
3. Back Chat
4. Body Language
5. Action This Day
6. Put Out The Fire
7. Life Is Real (Song For Lennon)
8. Calling All Girls
9. Las Palabras De Amor (The Words Of Love)
10. Cool Cat
11. Under Pressure

Ob es daran lag, daß sie auf diesem Album den Synthisizer endgültig als tragendes Element in ihre Musik mit aufnahmen, oder daran daß ein Großteil der Platte dem Funk fröhnte - ,Hot Space bleibt unter Queen Fans das berühmte ungeliebte Album und das - wie ich meine - zu unrecht. Seite 1 hat mit ,Staying Power', ,Dancer', dem extrem funkigen ,Back Chat', ,Body Langugage' und ,Action This Day' eine Seite von Queen gezeigt, die erst knapp davor mit ,Another One Bites The Dust' zum ersten Mal aufgeblitzt war und die Freddie Mercury auch gut zu Gesicht stand. Der Hedonist wollte tanzen und die Fans auch zu seiner Musik tanzen lassen. Anbetracht der Tatsache, daß 1980 Wave Pop - Disco als Club Tanzmusik ablöste war der Sound dieser Tanzmusik auch durchaus angemessen und sogar irgendwie archetypisch, denn so gefunkt wie in ,Back Chat' oder so geswingt wie auf ,Body Language' wurde im Wave Pop nur selten; Disco war das aber auch nicht. Auf Seite 2 erwartete die Fans dann zwar wieder typischere Queen Songs, aber mit nur einem Rocker - der allerdings gehört zu Queens besten - ,Put Out The Fire', 3 Balladen und noch dem souligen und ganz tollen ,Cool Cat' zum Schluß, war das für die rockverwöhnten Queen Fans, die von Freddie ein Jahr zuvor auch noch optisch mit seinem rockigen Lederoutfit verwöhnt wurden, einfach zu wenig. Kommerziell gerettet wurde das Album durch die Bowie collab ,Under Pressure' bei der der Soul zwar auch eine ganz ganz wichtige Rolle spielt, der mit seinem bombastischen Arrangement und seiner Dramatik den Queen Klassikern aber viel näher war, als der Rest des Albums. Schade, daß sich diese Queen nicht durchsetzen konnten, denn die Songs waren gut und auch toll arrangiert und Freddie Mercury - ob seiner damals noch unaufgedeckten Homosexualität - stand dieser Sound gut zu Gesicht und Stimme - vor allem auch in Anbetracht der Tatsache, daß ja viele nachfolgende Synthie und Wave-Pop Bands sich offen zu ihrer Homosexualität bekannten und sie gewissermaßen in ihr künstlerisches Konzept miteinbezogen. Und wer weiß, ob nicht Trevor Horn 1981 ganz genau auf die erste Seite dieses Albums hingehört hat, um sich für seine später Produktionsgroßtat Frankie Goes To Hollywood inspirieren zu lassen...(AMAZON)




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