Bewertung: 7,5
2. She Killed And Smiled
3. Destination Day
4. Take My Blood
5. No Sign Of Life
6. Submission
7. The Unknown
8. Dangerous Heritage
9. Prayers Of Steel
10. The Blow In A Row
Der Heavy Metal entwächst immer mehr den Kinderschuhen - derzeit häufen sich die Jubiläen von Acts, die uns seit den Achtzigern mit Kraftfutter versorgen, in geradezu inflationärer Weise. Die Bands nehmen dies zumeist als willkommenen Anlaß, bei den treuen Fans tüchtig abzukassieren. Live-Alben und Best-of-Kopplungen sind diesbezüglich ganz besonders beliebt: viel Mäuse für wenig Maloche. Nun sind auch RAGE in personam Peavey schon seit zehn Jahren mit Power Metal der Luxusklasse am Start und gönnen sich ein "anniversary album". Von Abkocherei kann aber überhaupt nicht die Rede sein, was bei einer grundehrlichen Haut wie dem Mann aus Herne niemanden verwundern darf. Im Gegenteil: Er hat sich für die sicherlich nicht riesige, aber fanatische Anhängerschaft ein ganz besonderes Bonbon einfallen lassen: Zusammen mit allen derzeitigen und ehemaligen Ragern hat er alte, unbenutzte Ideen gesichtet und zu neuen Songs zusammengeschraubt. Wer nun meint, er hätte es mit Material zweiter Klasse zu tun, liegt jedoch gnadenlos falsch: Hier jagt ein Kracher nach dem anderen aus dem Player, und zwar in gewohnter RAGE-Qualität. Meist sogar eine Spur härter als auf den letzten Platten. Als Zugabe wird ein Remake des Klassikers 'Prayers Of Steel' (Titeltrack des Debüt-Albums, das seinerzeit noch unter dem Namen Avenger erschien und heutzutage kaum noch zu bekommen ist) und mit 'The Blow In A Row' ein Medley alter und neuer Hits serviert. Alleine die geile Mucke auf dieser Scheibe würde bequem für satte neun Punkte ausreichen, für die nachahmenswerte Idee als solche gibt's einen halben Zähler extra. Wer Power Metal liebt und diese Scheibe verschmäht, ist ein Fall für die Gummizelle...(ROCK HARD 9,5 / 10)


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