Bewertung: 8
2. Nevermore
3. Refuge
4. The Pit And The Pendulum
5. From The Underworld
6. Certain Days
7. Who Dares
8. Wake Me When I'm Dead
9. Lost In The Ice
10. Her Diary's Black Pages
11. The Missing Link
12. Raw Caress
Um es gleich vorwegzunehmen: Die neue RAGE-Scheibe ist affengeil! Wobei zu sagen ist, dass mich das keinenfalls überrascht. Von "Reflections Of A Shadow" vielleicht mal abgesehen, haben die Jungs bislang noch immer erstklassige Ware abgeliefert. "Missing Link" nun erfreut mit einem deutlich bodenständigeren Sound als seine Vorgänger, der allerdings vage an das '86er Album "Reign Of Fear" erinnert. Darüber hinaus ist Peaveys Gesang spürbar tiefer als gewohnt geraten, was vielleicht einige Leute, die die Band bislang nur mit Asbest-Handschuhen angefasst haben, umdenken lässt. Die Songs bieten dafür Anlass genug: Sei es der brachiale Uptempo-Opener 'Firestorm', der verspielte Groover 'Nevermore', das oberamtliche, vergleichsweise relaxed groovende 'The Pit And The Pendulum', der klassische RAGE-Feger 'From The Underworld', das sperrige 'Wake Me When I'm Dead' oder das gnadenlose gut abgehende 'Raw Caress'. Allesamt Klassesongs, die den Erwerb dieser Scheibe zur Pflichtübung machen - die Ober-Höhepunkte sind nach meinem Empfinden aber andere: der geile Melodie-Schrubber 'The Missing Link' etwa oder das verschachtelte, mit einigen Fideln bestückte 'Lost In The Ice' sowie das unverschämt geniale 'Refuge' - Speed-Geföne mit einer absolut unwiderstehlichen Melodieführung. Man kann es drehen und wenden, wie man will: RAGE sind eine der besten klassischen Metal-Bands auf diesem Globus und klingen anno '93 entschlossener als selten zuvor. (ROCK HARD 9,5 / 10)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen