Bewertung: 7,5
2. In The Darkest Hour
3. Animal Instinct
4. Perfect Man
5. Sinister Thinking
6. Supersonic Hydromatic
7. Don't Fear The Winter
8. Death In The Afternoon
9. A Pilgrim's Path
10. Time And Place
11. Round Trip
12. Between The Lines
13. Symbols Of Our Fear
14. Neurotic
Nun höre ich mir "Perfect Man" schon zum mindestens zehnten Male an, aber was ich von der Scheibe halten soll, weiß ich immer noch nicht! Zu kompliziert ist die neue RAGE sicher nicht, das dokumentiert schon allein die Spielzeit der 12 Titel, alle Stücke sind zwischen drei und viereinhalb Minuten lang. Daß da nicht viel Platz ist für unterschiedliche Songaufbauten, dürfte schon mal klar sein, aber das war ja auch nicht das erklärte Ziel von RAGE. Kompakte Songs wollte man machen, und das hat man erreicht! Dafür sorgt schon mal die geile Produktion, die sehr transparent und kraftvoll ist, selten so einen wuchtigen Bass gehört (wann hört man den überhaupt schon mal?). Auch mit der Bemerkung "hier spielt ein optimales Lineup zusammen", lag Peavey genau richtig. Die Drumarbeit paßt wie die Faust auf 's Auge und Manni überzeugt mit gekonnten Riffs und messerscharfen Soli. Hört Euch diesen Knaben an und Ihr werdet feststellen, daß RAGE wirklich keinen zweiten Gitarristen brauchen, wobei sich die Gitarrenarbeit auf "Perfect Man" wohltuend von diesem ganzen Varney-Zeugs abhebt. Wo ist also der Knackpunkt bei dieser Scheibe? Ich muß ehrlich zugeben, daß ich auf den einen oder anderen Song der zwölf getrost verzichten könnte. Auf "In The Darkest Hour" zum Beispiel oder "Supersonic Hydromatic" (dieser kinderliedhafte Refrain, ätzend!). Bei "Wasteland", "Animal Instinct" ( geiler Groove!), "Death In The Afternoon" oder der HaIbballade "Time And Place" (hervorragend) haben RAGE dagegen voll ins Schwarze getroffen, der Rest liegt irgendwo dazwischen. Ich bin mir sicher, daß es zu dieser Scheibe 100 andereMeinungen gibt, manche die von mir kritisierten Nummern am besten finden. Andere werden vielleicht behaupten, daß diese Platte mit den alten RAGE nichts mehr zu tun hat. Viel kommerzieller sind RAGE nicht geworden, auch ist die eine oder andere Speed-Nummer auf der Scheibe. Hoffen wir, daß sich RAGE mit dieser Platte nicht zwischen alle Stühle gesetzt haben, denn ich finde den Sound, den die Jungs als Dreierformation bieten, originell und gut. Nur, alle Songs zündenleider nicht. Trotzdem eine starke LP. (ROCK HARD 8 / 10)


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