1. In Tenebris
2. Knightrider Of Doom
3. Power Of The Dragonflame
4. The March Of The Swordmaster
5. When Demons Awake
6. Agony Is My Name
7. Lamento Eroico
8. Steelgods Of The Last Apocalypse
9. The Pride Of The Tyrant
10. Gargoyles, Angels Of Darkness
Was für ein tolles Cover! Eine offensichtlich durch Atommüll mutierte Schuppenratte mit Flügel kotzt vor schickem Sonnenuntergangshimmel auf zwei Miniaturhelden. Aber was erst für tolle Musik! Bei dem auf das etatmäßige Bombastintro folgenden Opener werden die David Hasselnuss-Fans gleich reihenweise in die Knie gehen: ´Knightriders Of Doom´ heißt der Reißer und klingt verdächtig nach ´Emerald Sword´, während das nachfolgende Titelstück heftigst ´Rage Of The Winter´ zitiert. Wenn RHAPSODY bei sich selber klauen, zeugt das lediglich von mangelnden Ideen. Den Gipfel der Unverschämtheit erreicht das Ganze aber bei ´The March Of The Swordmaster´, wo Blackmore´s Nights ´Play Ministrel Play´ 1:1 verwurschtet wird. Doch bevor ich die Platte schon ärgerlich in die Ecke werfen will, kommt mit ´When Demons Awake´ endlich Hoffnung auf. Hier zeigen RHAPSODY plötzlich Mut zu ungeahnter Härte, und das nachfolgende ´Agony Is My Name´ knallt ebenfalls super weg. Mit der Bocelli-angehauchten aber superben Ballade ´Lamento Eroico´ fahren die Jungs nochmals Bonuspunkte ein. Auch die restlichen Songs, allen voran das über 19-minütige Epos ´Gargoyles, Angels Of Darkness´, können dieses hohe Niveau halten, auch wenn ´The Pride Of The Tyrants´ ein raffiniert verarbeitetes Zitat der „Braveheart"-Filmmusik enthält. Also alles nur geklaut? Mitnichten, denn für diejenigen, die das alles nicht so eng sehen, bleibt eine volle Stunde an Killerrefrains, Chören, Bombast und Fantasy pur. Und das Ganze sogar mit einem zusätzlichen Tick wohltuender Härte. Für mich mischen sich hier Licht und Schatten, für eingeschworene Fans - nicht zuletzt wegen der erneut tadellosen musikalischen Performance - ein Pflichtkauf! (ROCK HARD 7 / 10)

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