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Sinner - Fast Decision




Release Info: 1983 - Koch - Full Length
Band Info: Deutschland - 1980 - Melodic Metal
Bewertung: 7


Songs:

1. Runnin' Wild
2. Crazy
3. Prelude Nr. 7
4. Magic
5. One Last Look
6. Fast Decision
7. Trouble Boys
8. In The City
9. Chains
10. Rockin'

Die frühen 80er waren eine unheimlich spannende Zeit, vor allem wenn man sich dem Metal verschrieben hatte. Die ganze Szene war in Bewegung, es herrschte Aufbruchsstimmung, die Bands waren unheimlich Kreativ und brachten ein Album nach dem anderen raus, manchmal sogar zwei in nur einem Jahr. Auch MAT SINNER mischte mit seiner nach ihm benannten Band da mit, auch er sprühte nur so vor Kreativität und präsentierte nur kurze Zeit nach seinem Debütalbum auch schon dessen Nachfolger "Fast Decision". Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es damals sehr viel kleine Labels gab, die diese jungen und aufstrebenden Bands auch förderten und unterstützten, wie etwa das Göppinger Label GAMA. Das MAT SINNER ein Tausendsassa ist und sich ungern von Anderen in die Karten schauen ließ, wurde damals schon deutlich. Bei "Fast Decision" war er nicht nur für das Songwriting verantwortlich, dieses Mal nahm er auch die Produktion alleine in die Hand. Das Ergebnis kann sich hören lassen, mir persönlich gefällt es allerdings nicht so gut wie das Debütalbum, das aus heutiger Sicht ein klein wenig mehr Charme hat - Nostalgiecharme. "Fast Decision" ist eindeutig härter, das ist definitiv mehr Metal als noch auf "Wild'n 'Evil", bei dem der 70er-Jahre-Hardrock" noch viel augenscheinlicher war. Auch finde ich, dass die überdeutliche Nähe zu THIN LIZZY, die das Debütalbum definitiv hatte, nicht mehr ganz so zu hören ist. Dass der Härtegrad zugenommen hatte, lag sicher auch an einem gewissen HELMO STONER, der auf diesem Album die Sechssaitige beackerte. Er löste CALO RAPALLO ab, ansonsten blieb die Formation um Bandleader MAT SINNER zusammen. Mehr Metal, weniger Hardrock, so könnte man die musikalische Ausrichtung dieses Albums beschreiben, das finde ich sehr treffend. Zu den traditionellen Markenzeichen der Band gehört bis heute die Eingängigkeit, vom ersten Album legte MAT SINNER da großen Wert drauf, das ist auch hier zu erkennen. Manchmal überschreitet er die Grenze zum Kitsch zwar, aber nie so sehr, dass es richtig peinlich wird. Metal meets Hardrock, wobei auf "Fast Decision" dieses Mal der Metal überwiegt. Die Songs gehen gut ab, mir persönlich haben der Opener "Runnin'Wild", der Titelsong "Fast Decision", "Rockin'" und "Crazy" am besten gefallen. "Fast Decision" ist keinesfalls ein langweiliges Album, aber die Songs finde ich im Gesamten jetzt nicht so überzeugend, man merkt, dass MAT SINNER seinen Stil noch nicht gefunden hatte und ein wenig experimentierte. Mein Fazit: Auf "Fast Decision" kann man schon eine Weiterentwicklung erkennen, das Album ist sehr viel härter und näher am Metal, als das noch das ein Jahr zuvor erschienene Debütalbum war. Dass MAT SINNER ein Fan von THIN LIZZY war, kann man auch hier noch deutlich hören, allerdings nicht mehr ganz so offensichtlich wie auf "Wild'n'Evil". Das Album ist nicht schlecht, ihm fehlt einfach ein bisschen die Seele, das ist alles noch ein wenig zu experimentell, aber die Richtung stimmt. Für Fans und Nostalgiker interessant, musikalisch jetzt nicht unbedingt .... geht so! (AMAZON)




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