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Sinner - Wild 'n' Evil




Release Info: 1982 - Koch - Full Length
Band Info: Deutschland - 1980 - Melodic Metal
Bewertung: 7


Songs:

1. Loser Of Love
2. No Speed Limit
3. Murder
4. Ridin' The White Horses
5. Lost In A Dream
6. Heat Of The Nite
7. F.T.A.
8. Silly Thing
9. Shakin' The Devils Hand
10. The Sin
11. Trouble

Man sollte es kaum für möglich halten, aber das oftmals als etwas "behäbig" verschriene "Schwabenländle", ist in Sachen Hard & Heavy schon von Anfang an eine ganz heiße Gegend gewesen, unzählige Bands aus der Region bestätigen das. Eine dieser Bands sind SINNER, die 1982 von einem gewissen MATTHIAS LASCH gegründet wurde. Nun ist "LASCH" ja nicht unbedingt ein cooler Name, wenn man Metal machen möchte, weswegen sich der gute MATTHIAS dann auch in MAT umtaufte, aus "LASCH" machte er dann "SINNER", was irgendwie besser zum Metier passte. 1982 bekam SINNER einen Plattenvertrag beim Göppinger Label GAMA, gemeinsam mit GAMA-Mitinhaber PETER GARRATONI produzierte er in den Kirchheimer "Spygel Studios" dann den ersten Longplayer "Wild'n'Evil". Zum Line-up gehörten damals die beiden Gitarristen CARLO RAPALLO und FRANKY MITTELBACH, sowie der Drummer EDGAR PATRIK. Bass und Gesang übernahm MAT SINNER höchstpersönlich, ebenso wie das Songwriting. Musikalisch ist das noch etwas unausgegoren, eine spannende Mischung aus Hardrock und melodischem Metal, eigentlich konnte man da aber schon erkennen, wohin die Reise mit SINNER gehen würde. Dass MAT SINNER von THIN LIZZY beeinflusst wurde, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein, aber auch die ganz frühen ACCEPT kann man raushören, hier und da auch ein bisschen AC/DC. Die Produktion ist eigentlich ziemlich gut geworden, sehr rustikal und simpel, auf Schnickschnack und Firlefanz hat man komplett verzichtet, das ist schnörkelloser Heavy Rock wie das 1982 eben üblich war. Dass MAT SINNER eine Gespür für eingängige Melodien und Refrains hat, konnte man schon damals erkennen, die Songs bleiben einem irgendwie sofort im Ohr hängen. LIZZY-Anleihen und eingängige Melodien kann man bei fast allen Songs heraushören, auch der Gesang erinnert manchmal ein bisschen an PHIL LYNOTT, der war ja auch nicht gerade der beste Sänger, aber dafür sehr charismatisch. Die Songs rocken ganz ordentlich, die zweistimmigen Leadgitarren sorgen für einen richtig schönen Groove - ich finde das Album echt charmant. Inzwischen hört sich das alles zwar ein wenig altbacken an, aber es macht durchaus Spaß, vorausgesetzt man mag diesen Oldschool-Sound. Als Anspieltipps würde ich den rockigen Opener "Loser of Love", "Ridin'the White Horses", "Lost in a Dream", Shakin'the Devils Hand" und "Heat of the Nite" empfehlen, die mir aus einem wirklich launigen Album mit am besten gefallen haben. Einen Hit hätte ich jetzt nicht gehört, aber eben auch nichts was wirklich schlecht gewesen wäre. Ich finde "Wild'n'Evil" wirklich gelungen, da habe ich schon viel schlimmere Debütalben gehört. Mein Fazit: Bei "Wild'n'Evil" kann man bereits erkennen, wohin die musikalische Reise mit SINNER gehen würde. Er legte bei seinen Kompositionen schon damals sehr viel Wert auf Eingängigkeit, das kann man auch hier sehr gut hören. Die Musik selber wurde sehr schlicht gehalten, zeitgemäß würde ich behaupten, die frühen 80er waren eine Übergangsphase vom 70er-Jahre-Hardrock zum Hardrock, dieses Album ein authentisches Zeitdokument. So hat sich das damals angehört, wer diesen nostalgischen Sound mag, der könnte hier ruhig mal reinhören. Wie bewerte ich das? 3 Sterne sind fast zu wenig, die Produktion ist keinesfalls "rumpelig", das hört sich sehr klar und durchdacht an, die Songs sind launig .... ach was .... unter Berücksichtigung des Nostalgiefaktors kriegt das Teil von mir 4 Sterne - ich mag's! (AMAZON)





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