1. Notorious Scum
2. Rectifier
3. Need Money For Beer
4. Ugly, Fat And Still Alive
5. Underground (Atmosphere: Hostile)
6. Voodoo Box
7. Sunscars
8. Zero Dude
9. New Liver Please
10. Rundown Quarter
11. Alcoholic Nightmares
Der Titel B-Day steht nicht (oder nicht nur) für Beer-Day, Bembel-Day, Booze-Day oder was sonst bei dem Frankfurter Schluckspecht-Kommando naheliegend wäre, sondern wohl in erster Linie für Birthday. Denn mit B-Day feiern die Mannen um Fronttrinker Gerre standesgemäß ihr 20-jähriges Bandjubiläum. Jawoll, 20 Jahre TANKARD! Und in dieser Zeit ist die Truppe kein bisschen leiser geworden, sondern erlebt gegenwärtig quasi ihren zweiten Frühling. Lag nach einer leichten Schwächephase in der zweiten Hälfte der Neunziger bereits das 2000er Album Kings Of Beer wieder voll auf Kurs, so setzt B-Day dem sogar noch mal einen drauf. Keine Ahnung, ob es nur am Wechsel des Produzenten liegt - Andy Classen verpasste den elf Stücken einen sehr knackigen, vor allem im Klampfenbereich runderneuerten Sound - oder ob die Jungs schlicht einige der geilsten Thrash-Gassenhauer ihrer Karriere abgeliefert haben: Fakt ist, dass B-Day mächtig gute Laune verbreitet und jedem Thrash-Fanatiker äußerst gepflegt die Rübe abmontiert. Dabei sind die Hessen ihrem Erfolgsrezept treu geblieben und setzen nicht auf komplizierte Riffgebirge, sondern auf schnell ins Ohr gehende Hymnen, die hier und da immer noch in leicht punkigem Fahrwasser kreuzen. Gekrönt werden die Songs von herrlich schrägen Texten. Egal, ob nun in ´New Liver Please!´ nach einem funktionierenden organischen Bierfilter verlangt wird, man in ´Need Money For Beer´ ziemlich rabiat Kohle für neue Gerstenkaltschale einfordert oder sich in ´Notorious Scum´ oder dem aus älteren Songtiteln zusammengesetzten ´Ugly, Fat And Still Alive´ selbstironisch auf die Schippe nimmt: Das schrankwandbreite Grinsen beim Hörer ist garantiert und wird sicher noch breiter, wenn er/sie sich die auf der Bonus-CD der limitierten Erstauflage enthaltenen 16 Uraltschoten von den ersten beiden TANKARD-Demos reinpfeift. (ROCK HARD 8,5 / 10)


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