2. Dark Princess Naamah
3. A Black Rose (Covered With Tears, Blood And Ice)
4. Symphoni Drakonis Inferni
5. Dawn Of Perishness
6. The Eye Of Eclipse
7. The Ritualdance Of The Yezidis
8. Powerdance
9. Procreation Of Eternity
10. Ho Drakon Ho Megas (Act 1: The Dragon Throne), (Act 2: Fire And Ecstasy)
Gut ein Jahr nach dem Release der begnadeten und grenzenlos unterbewerteten "Beyond Sanctorum"-LP schlagen die schwedischen Multitalente THERION mit ihrem dritten vollständigen Album zu. Die guten Verkaufszahlen der letzten Scheibe gaben dem Quartett Mut, den experimentellen Weg fortzusetzen. Folgerichtig klingt "Ho Drakon Ho Megas" wie der logische Nachfolger zu "Beyond Sanctorum". Mit Death Metal hat es indes fast nichts mehr zu tun. Dafür bieten THERION aber ein einmaliges, im Prinzip völlig abstruses Sammelsurium verschiedener Sounds, die aber wundersamerweise Sinn ergeben. Im Klartext: Obwohl sich auf dieser Scheibe kein Song wie der andere anhört, hat man doch nie das Gefühl, daß verschiedene Bands am Werke gewesen wären. Vom Grundtenor her könnte man sagen, daß sich THERION mehr denn je an traditionellem Heavy Metal aus den frühen Achtzigern orientiert haben, denn die meisten Tracks bewegen sich stampfend imMidtempo-Bereich. Dazu kommen die endlosen, variablen Arrangements und Einflüsse, die THERION so einzigartig klingen lassen. Da geht's also mitunter auch mal zwischendurch progressiv-akustisch zur Sache, oder es kommen wie bei 'The Eye Of Eclipse' klassische Elemente zum Vorschein. Dagegen steht dann mit 'Down Of Perishness' eine simple Metal-Nummer, die wiederum von düsteren Weltuntergangssongs wie 'Symphoni Draconis Inferni' oder 'The Ritualdance Of The Yezidis' abgelöst werden. Letztgenannte Tracksleben von dem unterlegten Synthieteppich, der bedrohlich wirkende Sounds ausspuckt, und natürlich auch von den opernmäßigen Stimmen, die leise im Hintergrund zu vernehmen sind. Das Ganze steigert sich zum Höhepunkt, den der Titelsong darstellt. Eine Kombination aus morbidem Death Metal und Tekkno-Beats, gesungen in drei Sprachen (Hebräisch, Ägyptisch und Altgriechisch) absolut beeindruckend. (ROCK HARD 9 / 10)


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